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27.08.2005 Rauchverbot hat Qualmerei an vielen Schulen verlagert

 

Frankfurt (dpa) Manche Lehrer verlassen fluchtartig ihren Arbeitsplatz und Schüler sammeln sich in Grüppchen an der Grenze zum Pausenhof: Das in Hessen zum Jahresbeginn in Kraft getretene bundesweit erste gesetzliche Rauchverbot an Schulen hat die Qualmerei vielerorts bloß verlagert. «Vorher war die Raucherecke innerhalb des Zaunes, jetzt ist sie außerhalb», berichtet die Vorsitzende des Landeselternbeirates, Sibylle Goldacker. Dies werde sich auch im neuen Schuljahr nicht automatisch ändern, wenn Verstöße bestraft werden sollen. «Das kann nur funktionieren, wenn die Schule eine eigene Nichtraucher-Kultur entwickelt.» Dies ist einer Reihe von Schulen auch schon gelungen.

 

Als ein Vorbild nennt das Kultusministerium die Fürst-Johann- Ludwig-Schule im mittelhessischen Hadamar, die landesweit als Initiatorin von Nichtraucher-Klassenwettbewerben bekannt ist. An der kooperativen Gesamtschule schreibt die Hofaufsicht jeden Schüler auf, der raucht. Ein Brief nach Hause und soziale Aufgaben wie etwa putzen folgen auf dem Fuße. «Das hat Wirkung», sagt Lehrer und Ex-Raucher Hubert Hecker. Vor allem auf die Gelegenheitsraucher. «Den 50 bis 60 Suchtrauchern machen wir Stress.»

 

Wegen ihrer Vorbildfunktion für die Jüngeren dürfen die Schüler auch außerhalb des Geländes in Sichtweite der Schule nicht paffen. Der enge räumliche und zeitliche Zusammenhang mit der Schule erlaube dies, meint Hecker und stützt sich dabei auf eine in einer Fachzeitschrift vertretene Auffassung von Juristen. «Renitente Raucher», die mehrfach erwischt werden, müssen sich unter anderem mit abschreckenden Filmen über die gesundheitlichen Folgen des Lasters auseinander setzen.

 

Am Lessing-Gymnasium im südhessischen Lampertheim geht es nicht ganz so streng zu. Die Raucher wurden aber schon vor vielen Jahren vom Hof vor das Schulgelände verbannt, wie Direktor Jürgen Haist berichtet. «Den Platz müssen sie selbst sauber halten. Es gibt einen Putzplan.» Die Raucherzimmer der Lehrer seien im Laufe der Jahre immer kleiner geworden, inzwischen zünde sich von den 90 Pädagogen keiner mehr an der Schule eine Zigarette an.

 

Auf dem Gelände der Wetzlarer Werner-von-Siemens-Schule wird seit in Kraft treten des Verbots auch nicht mehr geraucht, Schüler und Pädagogen schloten aber auf einem stark befahrenen Radweg vor der Berufsschule. «Das ist ein ungelöstes Problem», sagt der stellvertretende Leiter, Wolfgang Schleer. «Der Weg, die Leute zu überzeugen, aufzuhören, ist das Schwierige.» Vorbeugende Maßnahmen seien in Arbeit, so etwa ein Regelwerk für Verstöße und Entwöhnungs- Kurse. Wie in Wetzlar gilt nach Erkenntnissen des Frankfurter Schul- Suchtberaters Johannes Lischke auch in anderen Städten: «Das Verbot hat einen Impuls gegeben, die Präventionsarbeit zu schärfen.»

 

Das Verbot habe die Kommunikationskultur an seiner Schule verändert, berichtet der Leiter der Offenbacher Käthe-Kollwitz- Berufsschule, Gerd Müller. «Man muss den Lehrern jetzt nachlaufen und sie suchen, sie sind nicht mehr da.» Viele Raucher fänden sich jetzt vor dem Schulgelände. Die Stadt habe die Aschenbecher auf dem Schulhof demontiert. «Jetzt werden nach vier Monaten 15 neue vor der Schule installiert, die pro Stück 1000 Euro kosten.» Der Grund: Nachbarn hatten sich über die vielen Kippen auf dem Bürgersteig beschwert. Auf wenig Interesse seien Entwöhnungs-Kurse gestoßen, das Thema werde aber im neuen Schuljahr ein Schwerpunkt. «Das braucht einfach Zeit.»

 

Das Verbot schränke den Arbeitsplatz Schule für viele Lehrer ein, berichtet auch die Leiterin einer Frankfurter Berufsschule, Bianca Wiegmink. «Die fliehen aus der Schule, und das kommt ihr sicher nicht zu Gute.» Das Verbot sei eine «Schnellschussaktion». «Die Präventionsbemühungen hätten im Vorfeld sein müssen.»

 

An der Leibnizschule in Wiesbaden raucht «ein harter Kern von 20 bis 30 Leuten» inzwischen ebenfalls an der Grenze zum Schulgelände mitten in einem Wohngebiet, wie Direktor Ulrich Kirchen sagt. Da bleibe ihm nur, das Ordnungsamt zu verständigen, damit es jeden, der eine Kippe wegwerfe mit einem Bußgeld belange. «Wenn ich einen Aschenbecher aufstelle, unterstütze ich das Rauchen ja noch.» Ein Gesundheitsausschuss des Gymnasiums erarbeite gerade ein Präventivkonzept: «Wir müssen den Jugendlichen frühzeitig vermitteln, dass man die Zigarette nicht braucht, um erwachsen zu werden.»

 

Den Lehrern der Fuldaer Bardoschule, einer Haupt- und Realschule, ist die Lust auf eine Zigarette vor dem Schulgelände schnell vergangen. «Die Kollegen fanden das Rauchen auf der Straße so peinlich, dass sie es gelassen haben», berichtet Leiter Wolfgang Arnold. «Zumal sie sich neben Schülern wieder fanden, die noch gar nicht rauchen durften und das Schulgelände heimlich verlassen hatten.»




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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