Startseite
 

 


Unsere Schule
Übersicht
Bautätigkeit 04/07
Fürst Johann Ludwig
Aktuelle Nachrichten
Presse
Förderverein
Sozialarbeit
Bilder
NZF
Schulleitungen

Kontakt

Termine/Service

Fächer

Klassen/Oberstufe

Projekte

AGs

Mittagsbetreuung

Schülervertretung

Schulelternbeirat

Kollegiumsseite

Verein der Ehemaligen

Links

Seitenübersicht

FJLS-Interaktiv

Startseite Suchen

Sie befinden sich hier: Start >Unsere Schule >Presse >Schuljahr 2004/05 >14.07.05„Harold und Maude“ ... >

14.07.2005 „Harold und Maude“: Schwarzer Humor und viel Liebe zu den Figuren

 

Von Sabine Rauch

 

Hadamar. Er habe bisher nicht gelebt, sagt Harold. Er ist nur ein paar Mal gestorben. 17 Mal – die Verstümmelungen nicht mitgerechnet. Aber seine Mutter reagiert längst nicht mehr wie gewünscht. Wenn er den Kopf in der Schlinge hat, denkt sie ans Hors d Oeuvre und moniert, dass er sich immer noch nicht zum Essen umgezogen hat. Tot sein habe auch seine Reize, sagt Harold. Maude ist anders. Maude sagt, sie will leben. Und sie sagt noch etwas sehr Kluges: «Jeder hat das Recht, sich lächerlich zu machen.» Maude ist allerdings 79 Jahre alt, als sie das sagt. Und sie hat längst keine Angst mehr vor dem Leben: «Das Bekannte kenne ich, das Unbekannte möchte ich kennen lernen.»

 

Mit viel schwarzem Humor und Liebe zu seinen Figuren erzählt Higgins die Geschichte von «Harold und Maude". Die Theater-AG der Fürst-Johann-Ludwig-Schule hat die Romanze der beiden Außenseiter unter der Leitung von Gaby Schützeberg auf die Bühne gebracht - und das auf so wunderbare Weise, dass auch die Fans des Kultfilms von Hal Ashby ihre Freude daran hatten. Mit sehr viel Sinn fürs Tragikkomische und Gespür für Situationskomik werden der junge Harold und die alte Maude lebendig. Und sie werden sehr liebenswert. Niemals macht sich die Inszenierung lustig über jene beiden, die nicht in der Leistungsgesellschaft leben wollen oder können. Fabian Lützig spielt den Harold lakonisch und unprätentiös, und er schafft es, die Figur zu entwickeln. Als Harold «Weihnachten in New York» aus Maudes Odorophon riecht, lächelt er zum ersten Mal. Von Szene zu Szene hebt sich nicht nur sein Kopf, sondern auch sein Blick. Und auch es wird nicht nur an der Wahl der T-Shirt-Farbe deutlich, dass er das Leben zu lieben beginnt. Maude liebt das Leben sowieso, und sie trägt Blümchenkleider und bunte Schals. Vera Köbel spielt die 79-Jährige mit einer bemerkenswerten Mischung aus Sanftmut, Naivität und Resolutheit. Und sie könnte es auch ohne grau besprühte Haare und dunkel geschminkte Ringe unter den Augen. Maude muss gar nicht alt aussehen. Geist und Gemüt sind schließlich jung. Und das zeigt Vera Köbel schon alleine dadurch., dass sie es schafft, sogar in ihre Stimme ein Lächeln zu zaubern. Nicht nur die Hauptrollen sind wunderbar besetzt. Kerstin Weimer darf als Mrs. Chasen zeigen, wie witzig die Karikatur einer selbstgefälligen, geschwätzigen und affektierten Mutter sein kann. «Ich bin eine Mutter, deren Sohn Hilfe braucht. Davon kann mich keine Maniküre abbringen», sagt sie. Und auch ansonsten zeigt sie viel Gefühl für die wichtigen Dinge im Leben, und vor allem fürs richtige Timing, wenn es darum geht, den anderen ins Wort zu fallen. Da ist kein Stocken und kein Grübeln. Und dann sind da noch Till Langschied als Dr. Mathews, Harolds exaltierter Psychiater, der nicht nur einen bemerkenswerten Modegeschmack zeigt und Theresa Sondermann als Pater Finnegan, die sehr zurückgenommen agierende Stimme der Vernunft in diesem Stück. Franziska Immel, Jenny Schecker und Annalena Enkirch dürfen so richtig aufdrehen und übertreiben. Denn sie verkörpern die drei jungen Frauen, die Harolds Mutter ausgesucht hat, um ihren Jungen auf den rechten Weg zu bringen. Und sie sind natürlich wohlerzogen, oberflächlich und plappern belangloses Zeug vor sich hin – nur Annalena Ennkirch hat noch mehr zu bieten: Sie ist Schauspielerin, ihr wichtigstes «Instrumentarium» ist wohlgeformt, und zur Not spielt sie die Julia mit französischem Akzent.

 

Die Inszenierung lebt von ihren fabelhaft gezeichneten Figuren und von ihrem Tempo. Für die schnellen Szenenwechsel gab es eine geteilte Bühne. Auf der einen Seite ein Sofa und ein Tisch, auf der anderen Seite wurde die Bühne mal zur Kirche, mal zum Wald und mal zum Psychiater-Praxis. Mit geschickter Lichtregie hätten dem Publikum die langen Umbaupausen ganz erspart bleiben können – während auf der einen Seite Maudes Wohnzimmer zu dem der Familie Chasen wird, hätten auf der anderen Seite Harold und Maude über das Leben philosophieren können. Aber die Schauspieler schafften es auch so, die Stimmung zu erhalten. Und am Ende gab es viel Applaus. Nicht für eine kurzweilige Schüler-Aufführung, sondern für eine kurzweilige Aufführung.









































































Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
Presseberichte FJLS
Schuljahr 2016/17

Schuljahr 2015/16

Schuljahr 2014/15

Schuljahr 2013/14

Schuljahr 2012/13
16 Meldungen

Schuljahr 2011/12
12 Meldungen

Schuljahr 2010/11
16 Meldungen

Schuljahr 2009/10
32 Meldungen

Schuljahr 2008/09
36 Meldungen

Schuljahr 2007/08
48 Meldungen

Schuljahr 2006/07
72 Meldungen

Schuljahr 2005/06
83 Meldungen

Schuljahr 2004/05
89 Meldungen

Schuljahr 2003/04
68 Meldungen

Schuljahr 2002/03
39 Meldungen

Schuljahr 2001/02
41 Meldungen


[zum Seitenanfang]
Impressum · Kontakt · webmaster
Copyright Fürst-Johann-Ludwig-Schule Hadamar
[zurück]