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28.04.2005 „Erzieherin ist mein Traumberuf“

 

Von Sabine Rauch

 

Immer mehr junge Leute wollen ein Freiwilliges Soziales Jahr machen - um zu schauen, ob ein sozialer Beruf das Richtige für sie ist, um die Wartezeit bis zum Ausbildungs- oder Studienbeginn zu überbrücken, weil sie nach der Schule erst einmal was Praktisches machen wollen, weil ein FSJ auf alle Fälle besser ist, als gar keine Arbeit zu haben oder als Ersatz für den Zivildienst. Wir stellen in einer Serie das Freiwillige Soziale Jahr vor und einige junge Leute, die gerade eins machen.

 

Westerburg. Dass es ein sozialer Beruf sein soll, war klar. «Weil ich gern mit Leuten zusammen bin», sagt Sandra Brenner. Aber als sie mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr begann, wusste sie noch nicht, ob sie mit Kindern und Jugendlichen arbeiten will oder ob es auch ein Beruf in der Altenpflege sein kann. Inzwischen steht es fest: «Erzieherin ist mein Traumberuf.» Nach der Mittleren Reife habe sie nicht so genau gewusst, wie es weitergehen soll, sagt die 21-Jährige aus Westerburg. Eine Freundin habe ihr dann Informationen über das Freiwillige Soziale Jahr beim Bistum Limburg gegeben. «Ich fand die Idee gut», sagt Sandra Brenner. «Es sieht im Moment ja schlecht aus mit Lehrstellen.» Sie bewarb sich beim Bistum, und beim Vorstellungsgespräch sagte sie, dass sie am liebsten mit Kindern und Jugendlichen zu tun habe. Jetzt arbeitet sie bei der Caritas-Sozialstation in Beselich-Obertiefenbach. Sandra Brenner betreut eine 13 Jahre alte Schülerin, die im Rollstuhl sitzt. Morgens um 7 Uhr holt sie das Mädchen zu Hause ab, mit dem Rollstuhl-Taxi fahren die beiden dann nach Hadamar, an die Fürst-Johann-Ludwig-Schule. «Die Schülerin braucht meine Hilfe, um in der Schule klar zu kommen», sagt Sandra Brenner. Zu Beispiel um in den dritten Stock zu gelangen. Sandra Brenner schiebt das Mädchen und begleitet es auf die Toilette. Wenn die Schülerin im Unterricht ist, hat Sandra Brenner eigentlich frei. Am Anfang hatte sie Russlanddeutsche in Deutsch unterrichtet, das macht jetzt aber eine Lehrerin. Sandra Brenner nimmt sich was zum Lesen oder zum Malen mit und wartet auf die Pausen. «Ich muss immer in der Nähe bleiben, falls die Klasse rausgeht oder das Mädchen mal auf die Toilette muss.» Also hockt Sandra Brenner auf der Heizung vor dem Klassenraum und wartet. Wenn die Schule vorbei ist, bringt sie das Mädchen nach Hause und fährt in die Sozialstation. «Dort erledige ich dann noch ein paar Botengänge.» Einmal in der Woche geht sie mit einem älteren Mann spazieren. Und alle zwei bis drei Wochen hat Sandra Brenner auch am Wochenende Dienst. Dann fährt sie morgens mit einer Altenpflegerin zu Patienten, und mittags fährt sie «Essen auf Rädern» aus. «Aber am schönsten ist die Schulbetreuung. Mit Teenies zusammen zu sein, ist einfach schön.» Es sei zwar nicht immer einfach, «weil die in der Pubertät sind, aber wir haben viel Spaß miteinander».

Welches Auto ist das richtige für mich?

 

Das Freiwillige Soziale Jahr habe sie sehr verändert, sagt Sandra Brenner. Sie gehe jetzt ganz anders mit behinderten und alten Menschen um. «Ich habe sehr viel Respekt vor ihnen. Wie sie den Alltag meistern, finde ich einfach Wahnsinn.» Geduldiger sei sie während des FSJs natürlich auch geworden. «Und in der Schule muss man lernen, sich durchzusetzen.» Es sei für die meisten Schüler ganz und gar nicht selbstverständlich, einem Rollstuhl Platz zu machen. «Und wenn sie jetzt nicht mehr auf eine höfliche Bitte reagieren, werde ich auch mal ein bisschen lauter.» Und in den Bildungswochen habe sie noch eine Menge über sich selbst gelernt. Sie sei offener geworden für andere Menschen, sagt Sandra Brenner. Und eines weiß sie jetzt ganz genau. «Kinder sind mein Ein und Alles.» Sie hat sich für eine Ausbildung zur Erzieherin beworben. Einen Platz im Kindergarten hat sie schon, und bei der Berufsbildenden Schule in Westerburg steht sie auf der Warteliste. Sandra Brenner hat sich für die Teilzeit-Ausbildung entschieden. Das bedeutet drei Tage arbeiten, zwei Tag Schule in der Woche. Zum Glück werde ihr das Freiwillige Soziale Jahr in Rheinland Pfalz auf die Ausbildung angerechnet: «Das Vorpraktikum spar ich mir.» Jetzt braucht sie nur noch einen Platz an der Schule. Und wenn das in diesem Jahr nicht klappen sollte, dann will sie ihr Freiwilliges Soziales Jahr um ein halbes Jahr verlängern. «Ich sitze nicht auf der Straße, und was Gutes tun kann ich ja auch.»




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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