Startseite
 

 


Unsere Schule
Übersicht
Bautätigkeit 04/07
Fürst Johann Ludwig
Aktuelle Nachrichten
Presse
Förderverein
Sozialarbeit
Bilder
NZF
Schulleitungen

Kontakt

Termine/Service

Fächer

Klassen/Oberstufe

Projekte

AGs

Mittagsbetreuung

Schülervertretung

Schulelternbeirat

Kollegiumsseite

Verein der Ehemaligen

Links

Seitenübersicht

FJLS-Interaktiv

Startseite Suchen

Sie befinden sich hier: Start >Unsere Schule >Presse >Schuljahr 2004/05 >15.04.05 „Ich wollte mich engagieren“ >

15.04.2005 „Ich wollte mich engagieren“

 

Von Sabine Rauch

 

Immer mehr junge Leute wollen ein Freiwilliges Soziales Jahr machen - um zu schauen, ob ein sozialer Beruf das Richtige für sie ist, um die Wartezeit bis zum Ausbildungs- oder Studienbeginn zu überbrücken, weil sie nach der Schule erst einmal was Praktisches machen wollen, weil ein FSJ auf alle Fälle besser ist, als gar keine Arbeit zu haben oder als Ersatz für den Zivildienst. Wir stellen in einer Serie das Freiwillige Soziale Jahr vor und einige junge Leute, die gerade eins machen.

 

Limburg/Hadamar. Es sei schon sehr laut und sehr anstrengend, «aber wenn ich mal eine Woche weg bin, dann vermisse ich sie». Und wie es sein wird, wenn ihre Zeit im Schülercafé vorbei ist, daran mag sie noch gar nicht denken, sagt Angelina Fütterer. Ende August ist ihr Freiwilliges Soziales Jahr schon wieder zu Ende. Und sie hat eine Menge mitbekommen in den vergangenen Monaten. Von den Jugendlichen, die regelmäßig ins Schülercafé der Fürst-Johann-Ludwig-Schule kommen und für sich selbst: «Ich hab mich schon ganz schön verändert.» Erwachsener sei sie nicht geworden, sagt die 20-Jährige aus Limburg und lacht. «Aber ich habe jetzt ungefähr einen Plan für mein Leben» – zumindest für die nächsten fünf bis sechs Jahre. Ihr Traumberuf ist noch immer Modedesignerin, aber wenn das nicht klappen sollte, sei es auch nicht schlimm. Dann wird sie Sozialpädagogik oder Pädagogik studieren und auf alle Fälle mit Jugendlichen arbeiten. Es könnten auch ruhig Problemkinder sein.

 

2004 hat Angelina Fütterer an der Marienschule Abitur gemacht. Und da habe sie erst einmal gemerkt, dass an der Marienschule sehr viel für die Schülerinnen getan wird. «Da wurde alles vorbereitet, alles geregelt, ich musste es nur noch nehmen. Und nach dem Abitur war alles anders. Ich wusste erst einmal gar nichts mehr.» Aber eines war klar: Sie wollte nicht sofort studieren, sondern Praxiserfahrung. «Ich wollte mich engagieren.» Und sie brauchte noch ein bisschen Zeit, um sich einen Plan für die Zukunft zu machen.

 

Von einer Freundin wusste sie, dass es das Freiwillige Soziale Jahr gibt. Und weil sie in der Jugendarbeit der Malteser aktiv ist, wusste sie, dass ihr die Arbeit mit Jugendlichen Spaß macht. Mit ihnen könne sie besser reden als mit Kindern, «und außerdem ist es sehr interessant zu sehen, wie sie sich entwickeln». Mit dem Wunschjob «Jugendarbeit» bewarb Angelina Fütterer sich beim Bistum. Und sie bekam ihn: Bei der katholischen Fachstelle für Jugendarbeit. Sie bereitet zum Beispiel den Weltjugendtag am 13. August mit vor oder organisiert die «Tage der Orientierung» für Limburger Schüler, und sie hilft den Kolleginnen beim Bezirksjugendamt bei der Vorbereitung ihrer Aktionen. Und drei Mal in der Woche arbeitet sie von 9 bis 13 Uhr im Schülercafé «Come together».

 

Etwa 40 bis 50 Schüler kommen in den Pausen, in Freistunden oder nach der Schule, um zu quatschen, zu spielen oder Hausaufgaben zu machen. Es gibt Musik im Schülercafé, etwas zu trinken, und es ist ein bisschen weiter weg von der Schule als die Cafeteria. Meistens sind es die Hauptschüler, die kommen, viele sind aus der Türkei. Und etwa 20 bis 30 sind regelmäßig im Schülercafé. Um sich noch ein paar Tipps für die nächste Englisch-Arbeit zu holen oder zu erzählen, ob es mit der Deutscharbeit diesmal besser geklappt hat.

 

Die Schüler erzählen aber auch schon mal von den Problemen zu Hause oder von ihrem Liebeskummer. «Sie erzählen mir viel», sagt Angelina Fütterer. «Viel mehr, als sie einem Lehrer erzählen würden.» Und da sei es auch ganz gut, dass sie gar nicht so viel älter ist, als die meisten Schüler. Aber wenn es dann hart auf hart kommt, habe sie deshalb auch schon mal Probleme, sich durchzusetzen. Ganz alleine ist sie natürlich nicht im Schülercafé. Montags arbeitet sie mit Maja Gelhaar und Roswitha David-Reich, zwei ehrenamtlichen Helferinnen zusammen, und dienstags und donnerstags ist Dorothee Valentin, Jugendbildungsreferentin für «schulnahe Jugendarbeit» bei der katholischen Fachstelle, im Café. Und dann bleibt auch Zeit, über sich selbst und die Erfahrungen mit den Jugendlichen zu reden.

 

«Es ist wichtig, dass die FSJler nicht nur ausgenutzt werden, sondern auch etwas bekommen», sagt Dorothee Valentin. Sie sei auf alle Fälle viel offener geworden, sagt Angelina Fütterer. Sie habe gelernt, auf andere Menschen zuzugehen und Kontakt mit ihnen aufzunehmen – «auch zu solchen, die mir nicht so sympathisch sind». Und sie hat Verantwortung übernommen – auch für die, die ins Café kommen.




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
Presseberichte FJLS
Schuljahr 2016/17

Schuljahr 2015/16

Schuljahr 2014/15

Schuljahr 2013/14

Schuljahr 2012/13
16 Meldungen

Schuljahr 2011/12
12 Meldungen

Schuljahr 2010/11
16 Meldungen

Schuljahr 2009/10
32 Meldungen

Schuljahr 2008/09
36 Meldungen

Schuljahr 2007/08
48 Meldungen

Schuljahr 2006/07
72 Meldungen

Schuljahr 2005/06
83 Meldungen

Schuljahr 2004/05
89 Meldungen

Schuljahr 2003/04
68 Meldungen

Schuljahr 2002/03
39 Meldungen

Schuljahr 2001/02
41 Meldungen


[zum Seitenanfang]
Impressum · Kontakt · webmaster
Copyright Fürst-Johann-Ludwig-Schule Hadamar
[zurück]