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Bericht: Die Physiker (03/04)

Dürrenmatt von der Theater AG vortrefflich in Szene gesetzt

 

Von Birgit Weidner

 

Hadamar. Die Theater-AG der Hadamarer Fürst-Johann-Ludwig-Schule nahm sich der Komödie "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt an. Und man kann sagen: Alle Achtung. Die längsten Textpassagen, teils Monologe, kamen meist ohne Souffleusen-Hilfe und so sauber rüber, dass der Zuschauer erstaunt nach Spickzetteln suchte, aber keine fand, weil es keine gab.

 

Ein Jahr hat das etwa 25-köpfige Ensemble dafür geprobt. Meist außerhalb des Unterrichts, kurz vor der Aufführung wurden auch mal ganze Vormittage geopfert. Das schweißt offenbar zusammen, denn die Aufführung unter der Regie von Gaby Schützeberg wirkte in der übervollen Aula sehr stimmig. Musik (Live von und mit Michael Novian), Scheinwerfer, Ton, Licht, selbst das Betätigen des Vorhangs hatten die jungen Leute exakt im Griff. Das fanden auch Schulleiter Peter Laux und Stadtverordnetenvorsteher Heinz Valentin.

 

Dürrenmatts Zwei-Akter entstand 1961 und thematisiert die Gefährdung der Welt durch die Kernphysik. In einer Schweizer Nervenklinik behandelt die berühmte Psychiaterin von Zahnd (herausragender Besetzungsvolltreffer: Lina Meier) drei harmlose, irre Kernphysiker, die sich für Einstein (Till Langschied) und Newton (Christoph Gräf) halten, dem Dritten, Möbius (Fabian Lützig) erscheint König Salomon. So harmlos sind sie wohl aber doch nicht, denn Inspektor Voss (Theresa Sondermann: gute Darstellung) hat es innerhalb kürzester Zeit mit drei toten Krankenschwestern zu tun.

 

Im zweiten Akt dann die Überraschung: die drei Irren sind gar nicht irr. Sie tun nur so. Und die Schwestern wurden gemeuchelt, weil sie Verdacht schöpften. Möbius hat nämlich die Weltformel entdeckt und Newton und Einstein sind in Wirklichkeit zwei Agenten, die genau diese Formel haben wollen. Möbius erkennt die Gefahr ("Wir müssen unser Wissen zurücknehmen. Entweder bleiben wir im Irrenhaus oder die Welt wird eins") und verbrennt die brisanten Manuskripte. Die bucklige Irrenärztin von Zahnd hat das Spiel aber schon lange durchschaut, die Schwester-Morde geschickt eingefädelt, die Unterlagen rechtzeitig fotokopiert. So fällt die Welt in deren irren Hände. Die drei Physiker müssen als Mörder (nach außen als Kranke) lebenslang in der Anstalt bleiben. "Was man einmal gedacht hat, kann man nicht mehr zurücknehmen", so Dürrenmatts Botschaft.

 

Jede Rolle passend besetzt

 

Regisseurin Gaby Schützeberg, die auch die Gesamtleitung trug, hatte vortreffliches Besetzungsgeschick: jede Rolle hat den passenden Akteur. Gute Theaterarbeit wurde auch an den Stellen sichtbar, an denen die Schauspieler nicht nur starr auf ihr Stichwort warteten, sondern durch fortwährende Mimik und Gestik in Aktion blieben. Besonders "Möbius" Fabian Lützig gab nicht nur den gelernten Text wieder, sondern verlieh ihm Ausdruck. Auch "Einstein" Till Langschied konnte gut mit der Sprache umgehen, während Christoph Gräf als Newton der "Mann mit Charisma" war. Ein schönes Trio. Lina Meier als Psychiaterin muss erneut erwähnt werden. Sie spielte die Irrenärztin so glaubwürdig und talentiert, dass sie am Erfolg der Aufführung nicht unmaßgeblich beteiligt war. Sogar der Abgang der Darsteller wirkte professionell.

 

Schulleiter Peter Laux fand die Leistung der Theater-AG ebenfalls erstaunlich und erfreute Gaby Schützeberg mit einem Blumenstrauß.












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