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17.05.2017 Die EU - wichtiger denn je


 

Am Mittwoch, den 17.05.2017, machten sich 39 Schüler und Schülerinnen der Q2 in Begleitung von Frau Heep und Herr Horz auf den Weg nach Straßburg, um auf Einladung des Europaabgeordneten Michael Gahler das Europaparlament zu besuchen.

 

Dieses Jahr hatte die Gruppe 1,5 Tage zur Verfügung, um die Elsassmetropole mit dem EP zu erkunden. Bereits am Vorabend des EP-Besuches konnten sich die jungen Europäer aus Hadamar einen Überblick über die historische Altstadt von Straßburg verschaffen. Das über tausend Jahre alte Straßburger Münster bildete den Ausgangspunkt für eine erste Erkundungstour zu Fuß. Die drei- bis viergeschossigen alten Fachwerkhäuser mit ihren kleinen Fenstern und steilen, spitzen Dächern gaben ein Bild wie im Mittelalter ab.

 

Am nächsten Morgen ging es zum Europaparlament. Um 9 Uhr wurden die Schülerinnen und Schüler von dem Europaabgeordneten Michael Gahler erwartet, welcher zunächst etwas über sich und seine politischen Schwerpunkte erzählte. Unter anderem beschäftigt er sich mit der weltweiten Achtung der Menschenrechte sowie der Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Europäischen Union. Ein weiteres Gebiet ist die Entwicklungspolitik, wobei er durch seine Detailkenntnisse über den afrikanischen Kontinent beeindruckte. Die wachsenden Flüchtlingsströme aus afrikanischen Ländern seien ein Problem für die EU, so Gahler. Ursachen dafür seien korrupte Regierungen und eine instabile politische Lage. Auch Misswirtschaft würde zu Flüchtlingsströmen führen. Es gebe keine Perspektiven für die heranwachsenden Generationen. Hinzu komme, dass es keine soziale Absicherung gebe und die Arbeitslosigkeit in Afrika hoch sei. Andere Aspekte, wie beispielsweise Naturkatastrophen in Form von Dürre, Seuchen sowie mangelnde Infrastruktur würden auch eine große Rolle spielen. Außerdem gebe es vielerorts Bürgerkriege und Gewaltherrscher. Insgesamt sei der Terrorismus in Ländern wie Mali oder Libyen sehr hoch. Laut Michael Gahler seien Stammeskonflikte auf Grund der einst von den Kolonialmächten willkürlich gezogenen Grenzverläufe vorprogrammiert. Afrika habe so gut wie keine Erfahrungen mit der Demokratie, aber das solle und müsse man ändern. Die EU solle zudem die Flüchtlinge in Europa besser verteilen. Er machte den Schülern und Schülerinnen kaum Hoffnung, dass die Flüchtlingsströme in absehbarer Zeit abebben könnten. Deshalb könne nur ein geeintes Europa die wachsenden Herausforderungen bewältigen.

Der EU-Abgeordnete stellte sich aber auch den Fragen der Besuchergruppe zum Brexit. Die Verhandlungen mit Großbritannien würden noch zwei Jahre dauern und dann finge der Übergang an, was bedeute, dass vorerst die alten Regeln gelten, nur dass Großbritannien dann nicht mehr mitbestimmen dürfe. Neuverhandlungen könnten zum Beispiel zu einem Handelsabkommen führen, aber auch soziale Aspekte müssten geklärt werden. Jedenfalls werde der Brexit für die Briten keinen Vorteil bringen. In diesem Zusammenhang betonte Herr Gahler, dass die EU jetzt wichtiger denn je sei. Die internationalen Herausforderungen machten eine starke wirtschaftliche und politische Union notwendig. Die einzelnen europäischen Staaten seien im globalen Gefüge bedeutungslos. Nur eine starke Union könne als Global Player machtvoll auftreten.

Nach dem sehr interessanten und auch spannenden Gespräch mit Herrn Gahler konnte die Schülergruppe den Plenarsaal des EPs besuchen und erleben, wie eine Sitzung des Europaparlaments abläuft. Die Diskussion drehte sich um Sambia, dessen Demokratie bedroht sei. Die Redebeiträge wurden simultan in die Sprache der jeweiligen Zuhörer übersetzt.

 

Nach dem Besuch des EPs ging es wieder in die Stadt. Zunächst wurde das Münster von innen besichtigt. Hier waren die astronomische Uhr, aber auch die Kirchenfenster des gotischen Sakralbaus imposant. Auch sorgte jeder dafür, dass er ausreichend Proviant für die Rückfahrt nach Hadamar hatte. Die geplante Schifffahrt auf der Île fiel wegen des schlechten Wetters leider aus.

 

Obwohl die Zeit in Straßburg anstrengend war, kehrten die Schülerinnen und Schüler mit vielen neuen Eindrücken aus dem EP zurück und können sich nun ein besseres Bild von der Arbeit und den Inhalten der politischen Arbeit des EPs machen. Der Sitz des Europaparlaments, Straßburg, hat alle begeistert.

 

 

Ein Dank nochmal an Michael Gahler, dass er sich trotz seines engen Zeitplans eine volle Stunde Zeit für die Gäste aus Hadamar nahm und sogar die Buskosten übernahm.

Ein Dank gilt auch Frau Heep für die Planung und Umsetzung dieser Veranstaltung.

 

Von Natascha Harms








 
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