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18.11.2016 Ganz große Oper: Nikolaus Flucks Berufsziel ist Sänger


Nikolaus Fluck aus Selters-Haintchen freut sich auf einen Wettbewerb in Berlin.

 

VON SARAH BERNHARD

Nikolaus Fluck aus Selters-Haintchen will ein berühmter Sänger werden. Aber nicht bei Deutschland sucht den Superstar. Er bevorzugt den Bundeswettbewerb Gesang für Oper/Operette/Konzert. Und singt dort Mozart statt Modern Talking.

 

 

Selters-Haintchen/Berlin. Wenn Nikolaus Fluck am kommenden Dienstag aufsteht, wird er als erstes den Brief holen gehen. Den Brief, in dem steht, was die Jury für ihn ausgesucht hat. Zehn Minuten wird er später an diesem Tag singen müssen. Zehn Minuten, in denen sich entscheidet, ob er schon mit den Großen der Opernszene mithalten kann. Oder ob er noch weiter üben muss.

 

Nikolaus Fluck wird den Brief öffnen, der grundsätzlich erst am Morgen eines Wettbewerbs überbracht wird, und überlegen, ob er mit den vorgegebenen Stücken eine Chance hat. Dann wird der 26-Jährige seinen schwarzen Anzug einpacken und mit einem Pianisten, der zusammen mit ihm an der Musikhochschule Stuttgart studiert, zum Auftrittsort fahren. Der Bundeswettbewerb Gesang findet im Konzertsaal der Universität der Künste in Berlin statt: klare Linien, riesige, tellerförmige Lampen an der Decke, kaltes Licht, 1255 Plätze. „Ich hab’ mir ein Foto davon im Internet angeguckt, der Saal ist relativ groß. Da bin ich ehrfürchtig, wenn ich daran denke, dass ich da stehen werde.“

 

Schon als Siebenjähriger hat Fluck gerne gesungen. „Mein Bruder war bei den Limburger Domsingknaben und ich war bei den Konzerten dabei. Das hat mich dann wohl interessiert.“ Also singt er irgendwann auch mit.

 

In der Schule in Hadamar spielte Fluck aber Trompete, im Orchester, in der Big Band, in der Rock-Pop-AG. „Da kann man sich gut verstecken, weil immer noch ein Stück Metall zwischen einem und dem Publikum ist.“ Also begann er nach dem Abi, Trompete auf Lehramt zu studieren. „Aber Trompete spielen hat keinen Inhalt. Singen dagegen kombiniert beides, Inhalt und Körper. Das ist auch eine sehr intensive Beschäftigung mit sich selbst.“

 

Jetzt studiert Fluck Gesang auf Bachelor, mit Fächern wie Yoga, um den Körper kennenzulernen, und Pausen, in denen er Arientexte auswendig lernt. „Solange ich die Fremdsprache kenne, geht das, deutsch und französisch zum Beispiel funktionieren gut.“

 

Wenn er am kommenden Dienstag im Konzertsaal ankommt, wird Fluck seinen Anzug anziehen und sich einsingen. Nicht nur die Jury, auch er selbst durfte sich ein Stück aussuchen. „Mein Sehnen, mein Wähnen“, eine Arie aus der Oper „Die tote Stadt“ hat er gewählt. „Weil sie einen bestimmten Künstlertyp beschreibt, diesen suchenden, gewisse Risiken eingehenden Typen. Das fasziniert mich inhaltlich und musikalisch gleichermaßen“, sagt Fluck.

 

Sänger und Darsteller

 

Denn auch er ist auf der Suche. Nach einer voll ausgebildeten Stimme. Danach, dass er sich auf der Bühne sicher fühlt, „dass ich mich dem darstellerischen Aspekt öffnen kann“. Denn als Opernsänger müsse man mittlerweile nicht nur gut singen, sondern auch gut spielen. „Und das ist ein relativ langer Weg“, sagt Fluck. Weil nicht alle Figuren, die er später verkörpern können muss, so sind wie er. Don Giovanni zum Beispiel sei ja schon „eher unangenehm“. „Und wenn man annimmt, dass ich ein sehr netter Mensch bin, und mal die ganz schlimmen Typen spielen muss, dann muss ich noch lernen, das wirklich zuzulassen.“ Niemand wolle auf der Bühne gekünstelte Figuren sehen.

 

Den suchenden Künstlertyp, den kann Fluck aber schon. „Mein Sehnen, mein Wähnen“ hat er deshalb schon beim Vorentscheid in Darmstadt gesungen. Und sich gegen rund 200 Bewerber durchgesetzt. Seine Gesangslehrerin hatte ihm vorgeschlagen, mitzumachen. „Es geht darum, dass ich das Procedere kennenlerne.“ Es ist Flucks erster Wettbewerb dieser Art. „Und es geht darum zu testen, wo befindet man sich im nationalen Vergleich.“ Die Sieger bekommen ein Preisgeld und dürfen vor mehreren Intendanten, Regisseuren und Casting-Direktoren vorsingen.

 

Ob er Chancen hat, kann Nikolaus Fluck nicht sagen. „Meine Erfahrung mit Opern ist noch relativ klein, ich singe eher Oratorien und Kunstlieder.“ Also Vertonungen von Gedichten.

 

Zwar liegt der Schwerpunkt des Wettbewerbs auf Oper und Operette. Aber auch Kunstlieder sind erlaubt. Vielleicht hat Nikolaus Fluck Glück und darf ein Kunstlied von Gustav Mahler singen. Die kann er gut. Doch das wird er erst am kommenden Dienstag erfahren. Wenn er kurz nach dem Aufstehen den Brief öffnet, in dem steht, was die Jury für ihn ausgesucht hat.




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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