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24.02.2016 Zeitzeugen eines Massakers erzählen in der FJL-Schule


Anna Rosa Nannetti (Mitte) und Gianluca Luccarini (recht) berichteten in der FJL-Schule über Gräueltaten der deutschen Besatzungstruppen in Italien. Ihre Schilderungen übersetzte Matilde Grünhage-Monetti (links).

 

Junge Menschen sollen verstehen, welches Leid Kriegserfahrung mit sich bringt und motiviert werden zum Einsatz gegen den Krieg. Hessen fördert Projekttage an Schulen und informiert über die „Scuola de Pace“, eine vom Land unterstützte Begegnungsstätte.

 

Hadamar. 50 Schüler der 10. Klassen des Gymnasialzweigs der Fürst-Johann-Ludwig Schule lauschten am Dienstag ergriffen den Schilderungen von zwei Zeitzeugen der Massaker von Mazabotto durch deutsche Besatzungstruppen während des Zweiten Weltkriegs.

 

Im Rahmen eines Projekttages, initiiert von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und organisiert von Lehrerin Ruth Heep, erfuhren sie geschichtliche Hintergründe und lernten das Projekt „Friedensschule Monte Sole“ kennen. Ein Ort zum Lernen, an dem sich junge Menschen mit einem dunklen Kapitel europäischer Geschichte auseinandersetzen und über Gewaltmechanismen nachdenken können.

 

Anna Rosa Nannetti, die das Massenmorden als Kleinkind überlebte, setzt sich gegen das Vergessen ein. In der FJLS erzählte sie die Geschichte aus Sicht ihrer Familie, deren Zerstörung am 29. September 1944 begann. Wehrmachtssoldaten nahmen zehn Männer der Familie gefangen, von denen die stärkeren zur Zwangsarbeit deportiert, alle anderen erschossen wurden. Auch vor Frauen und Kindern machten die mörderischen Trupps nicht Halt. Bevor die SS nach dem hundertfachem Morden die Region verließ, verminten deutsche Soldaten Felder und Wälder, sodass die restliche Bevölkerung weder Holz zum Wiederaufbau der Dörfer hatte noch die Felder bestellen konnte und zur Flucht gezwungen war. So auch Anna Rosas Mutter, die sich mit anderen Frauen des Dorfes Richtung Süden in die Toscana auf den Weg machte. Dort stieß sie auf alliierte Truppen und wurde von einem brasilianischen Soldaten in Sicherheit gebracht.

 

Auch die Großeltern und andere Familienmitglieder von Gianluca Luccarini kamen bei dem Massaker ums Leben, viele erlebten einen qualvollen Feuertod. Gianlucas Vater ging – damals 18-jährig – zu den Partisanen, aber die traumatischen Ereignisse blieben unverarbeitet. „Damals hat es niemanden gegeben, der meinem Vater half, das Leben in die Hand zu nehmen und zu verstehen, was passiert ist“, bedauert er.

 

Lange eine Geheimsache

 

Das Wissen um das Massaker von Marzabotto blieb lange unter Verschluss. Zwar wurde Major Walter Reder im Jahr 1951 vor Gericht gestellt und zu lebenslanger Haft verurteilt, aber nach der Mentalität von damals als einziger Verantwortlicher zur Rechenschaft gezogen. Erst im Jahr 2007 ergingen Urteile gegen weitere schuldige Soldaten seiner Division.

 

Junge Menschen von heute sollen aus der Vergangenheit lernen. Die Friedensschule „Scuola di Pace“ organisiert deshalb internationale Jugendbegegnungen, führt Seminare zur Friedenserziehung durch. Projekttage an Schulen und Bildungsreisen in die Emilia-Romagna werden deshalb vom Land Hessen unterstützt. kka




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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