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26.01.2016 „Als jage der Wahnsinn auf Rossen hinter ihm her“

Am Dienstag, 26.01.2016, hatten sich die Deutschkurse der Jahrgangsstufe Q1 sowie die beiden Leistungskurse der Q3 gemeinsam mit ihren Lehrern zu einer etwas anderen Deutschstunde in der Aula eingefunden. Die Erzählung „Lenz“ von Georg Büchner, eine der Pflichtlektüren fürs Abitur, stand auf dem Stundenplan – allerdings anders als gewohnt, nämlich bearbeitet als sprachliche Aufführung, vorgetragen durch den Schauspieler Reimund Groß von der „Literaturbrauerei“.

 

Er möchte literarische Texte aus vergangenen Zeiten Menschen hier und jetzt erfahrbar machen. „Wir wollen die Zuschauer auf eine innere Zeitreise, in die Welt hinter den Worten mitnehmen und ihnen so ein Gefühl für die Schönheit der Sprache vermitteln“, umreißt Groß sein Anliegen. Das hat er auch in unserer Aula unter Beweis gestellt, als er gut eineinhalb Stunden diese „wohl sprachgewaltigste Novelle der deutschen Literatur“, erzählte, reduziert auf die Kraft und Wirkung der Sprache, nur mit Hilfe eines Stuhles und eines musikalischen Soundtracks. So machte er die Wucht der Sprache, mit der Lenz‘ Wahrnehmungen, sein wachsender Wahnsinn und sein Leiden und Zerbrechen daran von Büchner beschrieben werden, nicht nur hörbar, sondern erlebbar und (nach-)fühlbar und es wurde deutlich, dass Literatur manchmal nicht nur gelesen, sondern auch gehört und gefühlt werden muss, um wirklich verstanden zu werden.

 

Im anschließenden Nachgespräch hatten die Schüler/innen dann noch die Gelegenheit, mit dem Schauspieler in einen Austausch über die Erzählung und deren Präsentation auf der Bühne zu treten und konnten dabei Einblicke in die Entstehung der Vortragsfassung und die interpretatorische Umsetzung der Erzählung gewinnen. Beeindruckt waren die Schüler/innen auch von der Vortragsleistung von Reimund Groß, den gesamten Text der Novelle ohne Pause auswendig vorzutragen und dabei auch darstellerisch umzusetzen. So war es nicht verwunderlich, dass eine der ersten Fragen war, wie lange er für das Auswendiglernen gebraucht habe (Antwort: 3-4 Monate!).

 

Die Aufführung war für die teilnehmenden Kurse sicher nicht nur eine willkommene Abwechslung im Schulalltag, sondern hoffentlich auch eine Hilfe beim Verstehen dieses schwierigen und nicht leicht zugänglichen Werkes auf dem Weg zum Abitur.


 
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