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„Ab heute heißt du Sara“ - beeindruckende Inszenierung der Theater-AG (07/14)


 

 

(HADAMAR, 21.07.2014) In 33 szenischen Bildern erlebten die Zuschauer in der Aula der Fürst-Johann-Ludwig-Schule die Bedrückung und existenzielle Not, aber auch den Überlebenswillen und makabren Humor der Berlinerin Inge, die 1933 erfuhr, dass sie Jüdin ist.

 

Das Stück von Volker Ludwig und Detlef Michel, nach dem Buch von Inge Deutschkron »Ich trug den gelben Stern«, erzählt von der Angst verfolgter jüdischer Bürger, aber auch von vielen Menschen, die Inge Deutschkron das Überleben ermöglicht haben und für sie zu »stillen Helden« wurden. Eine Überforderung für ein jugendliches Laien-Ensemble?

 

Wer diesen Argwohn hegte, war überrascht von dem dichten und bis ins Detail von Kostüm, Gestik und Sprache durchdachten Spiel der sechzehn Schauspielerinnen und Schauspieler unter Leitung von Gaby Schützeberg, die mit diesem Stück einen (vorläufigen) Gipfelpunkt ihrer 15jährigen Regiearbeit an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule erklommen hat. Ohne moralischen Zeigefinger, stattdessen mit historischer Präzision, Witz und Humor wurde politische Aufklärung geboten, die nachdenklich macht. Der Protagonistin Vanessa Beck (Q2, s. Bild) gelang es, die Entwicklung Inges über die zwölf Jahre des Naziterrors von einer naiven 11jährigen zu einer 23jährigen Überlebenden überzeugend darzustellen. Bedrückend und eindringlich zugleich war ihr Song „Seht her ... auf eure Schande ... den letzten Dreck im Lande“ in der S-Bahn-Szene, nie peinlich ihr Zurückweichen vor den erotischen Avancen ihres Geliebten Hans, erfrischend dargestellt von Jonathan Soßdorf (E2), mitreißend ihr Überlebenswille, mit dem sie ihre Mutter Ella, meisterhaft gespielt von Mandeta Dupa (Q2), aus der Resignation reißt.

 

Auch das Spiel der übrigen Ensemble-Mitglieder, die teils bis zu acht verschiedene Nebenrollen übernahmen, begeisterte die Zuschauer. Joshua Walter (Q2) überzeugte nicht nur in der Rolle von Inges niedergeschlagenem Vater Dr. Martin Deutschkron, sondern auch als kauziger Wäschereibesitzer Gumz, der Inge und Ella bei sich aufnimmt, oder als brüllender Nazi-Funktionär auf dem Arbeitsamt. Mühelos vollzog Jonas Höhn (Q2) den Wechsel vom warmherzigen Fabrikbesitzer und Gentleman Otto Weidt, der die beiden Frauen in seinem Betrieb unterbringt, hin zum obrigkeitsstaatlichen Erfüllungsgehilfen auf dem Passamt, der ein „J“ in Inges Pass stempelt und ihr mitteilt, dass sie ab heute Sara heiße. Michelle Hannappel (E2) nahm man den politisch kalkulierenden Dr. Ostrowski, der sich als kalt gestellter SPD-Funktionsträger um die Deutschkrons kümmert, ebenso ab wie die verwirrte alte Dame im Judenhaus. In zahlreichen weiteren Nebenrollen glänzten Stefanie Albrant (Q4) als Geliebte von Otto Weidt, Heike Gerlach (Q2) als Hausmädchen Lotte, Lara Müller (Q2) als Lily Blumenthal, Anna-Lena Müller (E2) als Frau Gumz, Laura Mons (Ehemalige) als erpresserischer Betriebsprüfer, Phillip Wolf (Q2) als in flagranti ertappter Liebhaber, Johanna Löhr (E2) als gewissenhafte Fotografin, Dogan Tunc (E2) als KZ-Opfer Kurt, Luisa Wahl (E2) als arbeitslose Jüdin und Vincent Misch (Jgst. 6) als der Steppke der Familie Gumz.

 

„Der Krieg ist zu Ende ... und wir, wir haben gewonnen!“ Mit lang anhaltendem Applaus bedachte das Publikum nach diesen Schlussworten die großartige, in 18monatiger Vorbereitung entstandene Leistung der Theater-AG und ihrer Leiterin Gaby Schützeberg, die auch den „unsichtbaren“ Teil des Ensembles auf die Bühne rief: Chiara Basile (Garderobe), Klara Türk (Souffleuse), David Ganske (Technik), Julian Urban (Geige) sowie Alison Haber, die eigens für diese Aufführung das Titelstück „Bleib übrig!“ komponiert und am Klavier live eingespielt hatte. Beeindruckt und nachdenklich verließ das Publikum nach drei Stunden eine Inszenierung, die in Erinnerung bleiben wird.

 

(Nhf)































































 
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