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30.04.2014 War das mit der Schrift wirklich so einfach?


Bildunterschrift: Helmut Wunder und Natascha Braun am Präsentationsstand im Senckenberg-Museum.

 

Für ihr Projekt „Von den Anfängen der Schrift bis zum Buchdruck“ wurde Natascha Braun (8aG) beim Regionalwettbewerb Rhein-Main West von „Jugend forscht“ mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Bei der Präsentation im Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main wurden 29 Projekte vorgestellt.

 

„Ich lese und schreibe sehr viel, aber warum kann ich das?“ So beschreibt Natascha ihre Motivation, die Geschichte und Entwicklung der Schrift von den steinzeitlichen Höhlenbildern bis zur Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert, aber auch der Schreibwerkzeuge zu erforschen.

 

Ganz anders als bei unserer heutigen Buchstabenschrift, bei der mit einem sehr begrenzten Vorrat an abstrakten Zeichen die Lautform der geschriebenen Worte festgehalten wird, gab es ursprünglich, wie Natascha für den theoretisch-darstellenden Teil ihres Projekts recherchiert hat, nur vereinfachte Bilder von dem, was gemeint war. Sie sind vergleichbar mit den Piktogrammen für „Abflug“, „Ankunft“ oder „Nicht-Rauchen“ im Flughafen-Terminal, die auch heute jeder unmittelbar verstehen kann.

 

Detailliert beschreibt Natascha den Übergang von dieser reinen Bilderschrift zu einer Lautschrift, wie er in den frühen Hochkulturen Chinas, Mesopotamiens, also des heutigen Iraks, und Ägyptens ab dem 4. Jahrtausend v. Chr. allmählich stattgefunden hat. Irgendwann wurden mit den Piktogrammen auch solche Wörter bezeichnet, die in der jeweiligen Sprache ähnlich klangen, aber ganz Unterschiedliches bedeuteten. Die Zeichen standen nun primär für eine bestimmte Lautkombination, wobei die Vokale unberücksichtigt blieben. Ein Beispiel aus dem Deutschen: Mit dem Bildzeichen für „Tor/Tür“, das auch wie ein Tor / eine Tür aussieht, kann auch das „Tier“ oder der „Teer“ bezeichnet werden, weil alle diese Worte aus der Konsonantenfolge „tr“ bestehen.

 

Erst die Phönizier vollzogen ab etwa 1.200 v. Chr. den Übergang zu einem Einzellautalphabet aus 22 Konsonantenzeichen. Diese revolutionäre Erfindung verdrängte in unserem Kulturbereich alle älteren Schriftsysteme, die aus hunderten und manchmal tausenden mehrdeutigen Bild- und Lautzeichen bestanden und daher nur von wenigen Personen erlernt wurden. Im chinesischen Kulturkreis blieb dagegen das ältere System bis heute erhalten, eine Folge der stärkeren Abschließung Chinas gegen äußere Einflüsse, wie Natascha schreibt. Nachdem die Griechen um 800 v. Chr. das Alphabet von den Phöniziern übernommen und um Vokalbuchstaben erweitert hatten, ist die alphabetische Lautschrift über Etrusker und Römer als sog. lateinisches Alphabet zu uns gekommen.

 

Im praktischen Teil ihres Projekts hat Natascha sich mit der Herstellung von Papier aus einfachen Grundstoffen wie Zeitungspapier, Toilettenpapier und einem alten Putzlappen beschäftigt, vergleichbar dem mittelalterlichen Hadern- oder Büttenpapier, das aus zerschlissener Kleidung mit Hilfe eines Schöpfsiebs hergestellt wurde. Die einzelnen Arbeitsschritte hat sie sorgfältig protokolliert und die produzierten Proben miteinander verglichen.

Als Fazit ihrer Untersuchungen formuliert Natascha, dass die Schrift ein gemeinschaftliches Werk ist, das aus vielen kleinen Erfindungen über einen Zeitraum von rund 6.000 Jahren entstanden ist und sich manchmal auch unabhängig voneinander in verschiedenen Kulturen (China – Europa) entwickelt hat. Auch digitale Kommunikationsformen wie e-mails oder SMS wären ohne sie nicht möglich.

 

Bereits in den Vorjahren haben Schüler der Fürst-Johann-Ludwig-Schule erfolgreich an den Regionalwettbewerben von „Jugend forscht“ teilgenommen. Dahinter steht die AG Naturwissenschaften, die seit vier Jahren von Studienassessor Helmut Wunder mit großem Engagement geleitet wird und möglichst viele Schülerinnen und Schüler unserer Schule zur Teilnahme an diesem Wettbewerb motivieren will. Alle Teilnehmer arbeiten daran, erneut mindestens eine Arbeit im Wettbewerb zu platzieren. Interessierte Schülerinnen und Schüler wenden sich bitte an Herrn Wunder.

(Nhf)

 


 
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