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14.02.2014 Ein kleiner Zeckenbiss mit großen Auswirkungen


Mit mobilen und sturzfesten Ausstellungswürfeln erkundeten die Schüler Alltag, Religion und Geschichte der Juden in Deutschland. Foto: Thies

 

Borreliose-Experte informierte über eine unterschätzte Krankheit, die tödlich ausgehen kann

 

Noch ist es draußen kühl, aber schon bald sind die kleinen Krabbler wieder unterwegs und suchen bei Hunden, Katzen und den Menschen ihre Opfer.

 

Hadamar. Der frühere Hadamarer Fürst-Johann-Ludwig-Schüler Dr. Armin Schwarzbach hat eine große Karriere gemacht. Nach seiner Ausbildung am Limburger St.-Vinzenz-Krankenhaus wurde der Arzt zum bundesweit anerkannten Experten für durch Zeckenbisse ausgelöste Krankheiten und ist heute Leiter des Borreliose-Centrums in Augsburg.

 

Dementsprechend groß war der Andrang bei seinem Vortrag vor der Senioren-Union Hadamar im Hotel Nassau-Oranien, denn die Zeckengefahr lauert überall, wenn auch laut dem gebürtigen Wilsenrother der Landkreis Limburg-Weilburg kein Borreliose-Schwerpunkt ist.

 

Schwarzbach sagte, dass er zunächst wenig Lust verspürt habe, sich mit Zecken zu befassen. Er habe früher gedacht, was sollten diese kleinen Tierchen einem Menschen denn überhaupt anhaben. Doch Borreliose sei eine der am meisten unterschätzten Krankheiten in Deutschland. Im letzten Jahr habe es bundesweit alleine 30 Fälle pro 100 000 Einwohner gegeben, von denen insgesamt 13 sogar tödlich geendet seien. Die Dunkelziffer sei hoch, weil viele Symptome behandeln ließen, aber nichts vom diese auslösenden Zeckenstich vorher bemerkt hätten. 80 Prozent der Anwesenden seien sicher schon einmal von einer Zecke gebissen worden, schätzte Schwarzbach. Zecken gebe es in allen Bundesländern, nicht nur in Süddeutschland. Selbst wer wenig draußen sei, könne die Zecken über seine Hunde ins Haus bekommen. Pferde seien ebenfalls stark befallen. Laut dem Fachmann werden Zecken bereits ab fünf Grad Celsius aktiv, leben bis zu neun Jahre und brauchen zum Überleben regelmäßig Blut. Sie könnten sich rasant vermehren, denn alleine ein Weibchen könne 6000 Eier legen, weiß Schwarzbach.

 

„Durch den Klimawandel sind die Zecken mittlerweile in Deutschland ganzjährig aktiv“, berichtete er. Sie seien nicht nur in Wäldern und Parks zu finden, sondern auch mitten in dichter Wohnbesiedlung, da Wildtiere wie Igel oder Steinmarder sie einschleppten. Durch die rege Reisetätigkeit der Menschen würden auch neue Zeckenarten aus dem Ausland leicht nach Deutschland kommen, so der Leiter des Borreliose-Centrums.

 

Es gebe sogar aggressive Laufzecken, die auf einen zuspringen würden, sowie beispielsweise in Australien giftige Zecken, deren Biss tödlich enden könne. Der normale Bürger fange sich Zecken oft bei der Gartenarbeit ein. Besonders gefährdet seien die Bewohner von Waldrändern. Als besonders von Zeckenbissen betroffene Berufsgruppen nannte Schwarzbach Forst- und Landwirte, Gartenbauer und Straßenarbeiter.

 

Prominente Fälle

 

Nicht jede Zecke müsse Borrelien übertragen, es könne aber jederzeit der Fall sein. Es gebe prominente Fälle von Erkrankungen wie Michael J. Fox, George Bush und Bastian Schweinsteiger. Selbst der Eismann Ötzi sei laut Untersuchungen ein Opfer der Zecken gewesen, die es bereits seit 40 Millionen Jahren auf der Erde gebe. Der Arzt führt zum Beispiel auch die Depressionen von Ex-Nationaltorwart Robert Enke, die später seinen Selbstmord auslösten, auf Borreliose zurück.

 

Er sagte aber, dass für die Erkrankung die Menschen auch unterschiedlich anfällig seien. Manche würden regelmäßig von Zecken gestochen und seien völlig gesund, andere infizierten sich leichter. Oft hätten diese dann grippeähnliche Symptome oder auf der Haut Wanderröte. Schnelle Behandlung sei wichtig, denn zehn Prozent der Betroffenen würden chronisch krank.

 

Durch die Infektion könne, so der Arzt, eine deutliche Leistungsminderung auftreten und dauerhafte Erschöpfung. Nacken- oder Kopfschmerzen, Schwindel und Depressionen könnten ebenfalls Folgen sein, sodass man sich im Zweifelsfall immer auch speziell auf Borreliose testen lassen solle. Das mache der normale Hausarzt nicht, wenn er nur die Symptome kenne, aber nicht den Hintergrund des Zeckenbisses. Selbst durch normale Bluttests bekomme man die Erreger nicht angezeigt. Wenn jemand Beschwerden habe, ein normaler Arzt aber nichts finde, könne man schnell auch in der Psychiatrie landen, warnte Schwarzbach. Als wirksame Vorbeugung gegen Zeckenstiche riet er den Gästen, beim Spazierengehen Hände, Füße und den Kopf durch Kleidung gut zu bedecken, möglichst mitten auf Wegen zu gehen und sich auch nicht auf Parkbänke zu setzen. Dr. Ulrich Stahl von der überregionalen Gemeinschaftspraxis für Pathologie und Zytologie Wetzlar, erklärte, jeder könne gegen Erstattung von Unkonsten in Höhe von 25 Euro bei ihnen Zecken einsenden und auf Borreliose untersuchen lassen, nachdem sie vorsichtig mit der Pinzette vom Körper entfernt worden seien.

 

Der Nachweis der Erreger könne später wichtig werden, wenn jemand durch Zeckenbisse chronisch krank werde und Rentenansprüche durchsetzen wolle, sagte Stahl. Die beiden hatten Rentenberater Reinhard Rink mitgebracht, der sich auf solche Fälle spezialisiert hat. Die Vorsitzende der Senioren-Union, Ingrid Ferchland, dankte für den interessanten Vortrag und überreichte den drei Fachleuten im Namen ihrer Vereinigung Präsente.

(Robin Klöppel)




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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