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08.11.2013 Interview mit Christine Schubert und Julius Duchscherer


 

 

Spitzenleistung in Sport und Schule: Die Verleihung der Coubertin-Medaille an Christine Schubert und Julius Duchscherer war der Anlass für einen Gedankenaustausch über das nicht immer einfache Verhältnis zwischen Sport und Schule.

 

Christine Schubert und Julius Duchscherer sind nicht nur im Sport ganz vorne dabei, sondern beweisen auch mit ihren Abiturnoten (1,1 und 1,6), dass trainingsintensiver Leistungssport und gute Schulnoten durchaus vereinbar sind. Beide haben den P-Kurs Sport mit 15 Punkten in Theorie und Praxis abgeschlossen, Christine wurde auch als eine der beiden Jahrgangsbesten im Chemie-LK ausgezeichnet.

 

Christine trainiert als Leichtathletin beim TV Elz und wurde im Februar Hessenmeisterin in der 4 x 200-Meter-Staffel bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften in Frankfurt-Kahlbach. Im Sommer folgten Siege bei der 4 x 100-Meter-Staffel in Göttingen und bei den 400-Meter-Hürden in Rostock. Julius, ehemaliger Torjäger bei den Eisbachtaler Sportfreunden, ist im Juli in die U23 beim Regional-Liga-Verein TuS Koblenz eingetreten und spielt nunmehr seit acht Einsätzen und einem Tor in der ersten Mannschaft. Vorangegangene Stationen waren das Nachwuchsleistungszentrum des SV Wehen sowie der DFB-Stützpunkt in Hünfelden.

 

Frage: Wie haben Sie die außerordentlichen Trainingsbelastungen mit den Anforderungen in der Schule vereinbart? Gab es Defizite?

 

Christine stellt die disziplinierende und motivierende Wirkung des Sports heraus. Durch das tägliche Training, gepaart mit den häufigen Wettkampfverpflichtungen an den Wochenenden, habe sie sehr früh gelernt, ihre Zeit einzuteilen und sich genauso langfristig auf Klausuren vorzubereiten wie auf Wettkämpfe. Auch nach dem Training habe sie häufig noch gut für die Schule lernen können, gerade weil die körperliche Anstrengung den Kopf frei mache.

 

Auch Julius hebt die Selbsdisziplin und den notwendigen Ehrgeiz hervor, um seinen Tagesablauf so zu strukturieren, dass man langfristig sowohl in der Schule als auch im Sport Top-Leistungen erbringen kann. Glücklicherweise sei er G9-Schüler gewesen, fügt er hinzu, da bei früh einsetzendem mehrfachen Nachmittagsunterricht seine sportliche Karriere vermutlich so nicht möglich gewesen wäre.

Mögliche Defizite an Freizeitaktivitäten, wie sie ihren Klassenkameraden möglich waren, sehen beide mehr als kompensiert durch die Freude an den sportlichen Erfolgen und die vielfältigen Kontakte und Freundschaften, die sich daraus ergeben hätten.

 

Frage: Wo haben Sie die größte Unterstützung für Ihr sportliches Engagement erfahren?

 

Beide nennen an erster Stelle das Elternhaus. Ohne die Bereitschaft der Eltern, Fahrten zu weiter entfernten Trainingsorten und zu Wettkämpfen zu übernehmen, sowie die finanzielle Unterstützung, so dass sie nicht auf einen Nebenjob angewiesen waren, wäre das Pensum nicht zu schaffen gewesen. Ferner habe die Unterstützung durch die Vereine eine große Rolle gespielt, insbesondere der Trainer, die immer auch auf die Schule Rücksicht genommen hätten. Christine berichtet, dass Ihr zur Vorbereitung auf das Abitur eine mehrwöchige Auszeit gewährt worden sei.

 

Frage: Inwieweit hat die Schule eine positive Rolle bei Ihrem überdurchschnittlichen Engagement außerhalb der Schule gespielt? Was könnte besser werden?

 

Ihr außerschulischer Einsatz sei von der Schulleitung und den Lehrern immer anerkannt worden; Probleme mit gelegentlichen Freistellungen für die Teilnahme an sportlichen Ereignissen habe es nie gegeben. In den theoretischen Anteilen der Sportkurse hätten sie viel gelernt, meinten Christine und Julius.

 

Die positiven Effekte des Sports für Motivation und Selbstdisziplin sollten nach beider Ansicht stärker in den Vordergrund gestellt werden. In der Oberstufe erleichtere gerade die enge Kopplung zwischen Praxis und Theorie den Zugang zu biologisch-medizinischen oder zu politisch-wirtschaftlichen Fragestellungen. Die Einrichtung eines Sport-LKs könne ein erster Schritt in diese Richtung sein.

 

Wie geht es nach der Schule weiter, beruflich und sportlich?

Zwar werde bei ihm für die unmittelbare Zukunft der Fußball im Vordergrund stehen, gesteht Julius; gleichzeitig visiere er jedoch ein wirtschaftswissenschaftliches Studium an der Uni Frankfurt mit dem Nebenfach Sport an, um sich auf die Zeit nach einer eventuellen Profikarriere vorzubereiten. Wie viel Zeit für das Studium bleibe, werden man sehen.

 

Christine beabsichtigt Medizin in Leipzig zu studieren und bewirbt sich um ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Die eigene positive Körpererfahrung, das therapeutische Potential des Sports sowie ihr allgemeines naturwissenschaftliches Interesse seien ausschlaggebend für ihre Wahl gewesen. Der Sport im Verein gehe weiter, keine Frage, aber das Studium habe Vorrang.

 

Auf dem zum Abschluss des Interviews gemachten Foto präsentieren Christine und Julius die ihnen für ihr großes Engagement in Schule und Verein verliehene Medaille, die nach dem Wiederbegründer der Olympischen Spiele der Neuzeit, dem Franzosen Pierre de Coubertin, benannt ist. In den Kriterien für die Verleihung des Pierre-de-Coubertin-Schulsportpreises, der vom Landessportbund und der Sportjugend in Abstimmung mit dem Hessischen Kultusministerium jährlich pro Schule an maximal eine Schülerin und einen Schüler verliehen werden kann, heißt es, dass außer überdurchschnittlichen sportlichen Leistungen in Schule und Verein entsprechend dem auf der Medaille eingeprägten Wahlspruch Coubertins „weit schauen, offen sprechen, entschlossen handeln“ die Schülerin oder der Schüler eine persönliche Haltung gezeigt haben muss, die auch diese sportpädagogische Anforderung erfüllt. Dazu gehören faires Verhalten als Grundlage des Sports, aber auch Engagement im Schulalltag. Die Pierre-de-Coubertin-Medaille wurde Christine Schubert und Julius Duchscherer im Rahmen der feierlichen Verabschiedung der Abiturienten der Fürst-Johann-Ludwig-Schule am 22. Juni 2013 von ihrem Sportlehrer Hans-Dieter te Poel überreicht. Die Schule wünscht beiden Erfolg und Zufriedenheit auf ihrem weiteren Lebensweg.

(Nhf)


 
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