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25.05.2012 Dicht gedrängt im Bus

 

Nach dem Schulbus-Unfall ist der Schülertransport wieder ein Thema

 

Volle Schulbusse sind für viele Eltern ein Ärgernis. Damit, dass ihre Kinder oftmals stehen müssen, müssen sie sich aber abfinden. Das ist erlaubt, nur überfüllt darf der Bus nicht sein.

 

Von Sabine Rauch

 

Hadamar. Zehn Bushaltestellen gibt es an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule. Jeden Tag fahren rund 1500 Kinder mit dem Bus zur Schule, manchmal wird es ziemlich eng.

Natürlich ist es einfach Pech gewesen, dass die Autofahrerin dem Schulbus die Vorfahrt nahm, natürlich sind alle bestürzt, dass bei dem Unfall acht Kinder und die Autofahrerin verletzt wurden. Und natürlich passiert so etwas nicht alle Tage. Der Schulweg mit dem Bus ist sicherer als mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß, sagt die Statistik. Aber der Unfall auf der Landstraße zwischen Faulbach und Niederweyer sei ja nur die Krönung gewesen, sagt Anne Meißner.

 

Ihr Sohn war in dem Bus, als der mit dem Wagen zusammenstieß. Und sie vermutet, dass er nicht so schwer verletzt worden wäre, hätte er an diesem Tag nicht stehen müssen auf der Heimfahrt von der Fürst-Johann-Ludwig-Schule. Ihr Sohn müsse oft stehen, weil der Bus zu voll sei, sagt Anne Meißner. Die Schüler würden wie Vieh zusammengepfercht. "Die vollen Busse sind ein allgemeines Problem, aber es wird immer unter den Tisch gekehrt." Schon das Einsteigen in den Bus sei ein Drama. "Irgendwann einmal liegt ein Kind unter den Rädern, weil das Gedränge um die Sitzplätze so groß ist." Es müssten einfach zu viele Kinder in einen Bus.

 

Besonders schlimm sei es immer am letzten Schultag vor den Ferien – wenn alle 1800 Schüler der Fürst-Johann-Ludwig-Schule gleichzeitig Schluss haben und alle so schnell wie möglich nach Hause wollen. "Da holen wir die Kinder lieber oft selbst ab." Und überhaupt könne sie nicht verstehen, dass es erlaubt ist, die Kinder im Bus frei stehen zu lassen, während sie im Auto angeschnallt werden müssten. "Wo bleibt die Sicherheit für unsere Schulkinder?"

 

Nicht zu bezahlen

 

Dass an den Bushaltestellen gedrängelt wird, ist unbestritten. "Wir versuchen, das diszipliniert zu regeln, aber wir schaffen das leider nicht immer", sagt Schulleiter Peter Laux. Damit die Fünftklässler am Anfang auf alle Fälle sitzen können, werden sie in der Einführungsphase fünf Minuten vor den Älteren aus der Klasse gelassen. Denn dass einige Busse sehr voll sind, ist auch unbestritten: "Es wäre wohl weniger problematisch, wenn jedes Kind einen Sitzplatz hätte, aber das ist vermutlich nicht zu bezahlen." Volle Busse seien für Kinder, Eltern und Schule immer ein Thema, sagt Peter Laux. "Natürlich ist es eng."

 

Aber insgesamt sei die Lage schon besser geworden, seit eine andere Verkehrsgesellschaft für den Schülertransport zuständig ist. Die Busse seien pünktlicher und kämen zuverlässiger, sagt Peter Laux. Dass Schüler stehen müssen, sei leider nach wie vor oft der Fall. Aber es gebe eben auch Busse, die fast leer von der Schule wegfahren – nachmittags zum Beispiel. Der Bedarf lasse sich nicht immer genau kalkulieren. Aber wenn die Busse regelmäßig so voll sind, dass einige Schüler zurückbleiben, würden einfach mehr Busse geschickt. "In den ersten Tagen des neuen Schuljahres wird gezählt" – und nach dem Ergebnis richtet sich die Zahl der Busse, die eingesetzt werden. Und wenn der Schule bekannt wird, dass mehr Kinder in einem Bus sind als erlaubt ist, melde sie das dem Verkehrsunternehmen. "Aber es ist immer noch eng, auch wenn alle hineindürfen."

 

Aber darauf habe die Schule nicht nur keinen Einfluss, sie sei noch nicht einmal zuständig. Für den "gewöhnlichen Schulweg" seien die Eltern verantwortlich, sagt Peter Laux. Die Schule müsse sich nur um das kümmern, was an den zehn Haltestellen vor der Schule passiert. Und das tue sie: "Wenn die Busse kommen, haben vier Lehrer Aufsicht." Und dass die Lehrer dann auch da stehen und versuchen Geschubse und Gedrängel zu verhindern, kontrolliere er höchstpersönlich, sagt Peter Laux.

 

Aufsicht

 

Und die Aufsicht hilft: "Dafür, dass jeden Tag rund 1500 Schüler hier abfahren, passiert relativ wenig", sagt Peter Laux. Und die Lehrer schauen auch, dass die Busse nicht überfüllt sind. "Wenn wir das sehen, melden wir das weiter." Auch Beschwerden und Hinweise der Eltern würden immer an die Verkehrsgesellschaft weitergeleitet.

 

Und die müsse dann reagieren, sagt Peter Vollmer, Sprecher des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) und damit auch zuständig für die Verkehrsgesellschaft Mittelhessen, die die Busse an die Fürst-Johann-Ludwig-Schule schickt. Wenn ein Busfahrer regelmäßig Kinder aus dem Bus schicken muss, weil der überfüllt ist, muss er das seinem Arbeitgeber melden. Und der habe dann natürlich ein großes Interesse daran, Abhilfe zu schaffen – mit Hilfe größerer oder zusätzlicher Busse. Aber ein Bus ist noch lange nicht überfüllt, nur weil ein paar Fahrgäste stehen müssen. Im Linienverkehr ist das Stehen im Bus jedenfalls erlaubt. Wie viele Fahrgäste auf den Sitzen Platz nehmen und wie viele stehen dürfen, könne jeder selbst nachlesen, das stehe auf einem Schild im Bus, sagt Vollmer.

 

Die Mutter fährt

 

Der Sohn von Anne Meißner muss in den nächsten Wochen nicht im Bus stehen. Er hatte sich bei dem Unfall sein Sprunggelenk gebrochen, seine Mutter fährt ihn jetzt im Auto in die Schule. "Das kann es ja auch nicht sein." Aber in den vollen Bus müsse er jetzt erst einmal nicht mehr. "Ich hoffe nur, dass niemals ein Kind ernsthaft zu Schaden kommt."

 

Die Fürst-Johann-Ludwig-Schule hat extra eine E-Mail-Adresse für Beschwerden in Sachen Bus eingerichtet (busfjls@gmx.de) und auf der Homepage der Schule (http://www.fjls.de) können die Fahrpläne eingesehen und Beschwerde-Formulare heruntergeladen werden. Der RMV verspricht ebenfalls, jeder Beschwerde nachzugehen, Telefon: (0 18 01) 7 68 46 36. (sbr)




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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