Startseite
 

 


Unsere Schule
Übersicht
Bautätigkeit 04/07
Fürst Johann Ludwig
Aktuelle Nachrichten
Presse
Förderverein
Sozialarbeit
Bilder
NZF
Schulleitungen

Kontakt

Termine/Service

Fächer

Klassen/Oberstufe

Projekte

AGs

Mittagsbetreuung

Schülervertretung

Schulelternbeirat

Kollegiumsseite

Verein der Ehemaligen

Links

Seitenübersicht

FJLS-Interaktiv

Startseite Suchen

Sie befinden sich hier: Start >Unsere Schule >Presse >Schuljahr 2011/12 >30.04.2012 Dialog mit Moscheegemeinden >

30.04.2012 Dialog mit Moscheegemeinden


v.l.n.r. Bundestagsabgeordneter Klaus-Peter Willsch, Innenminister Boris Rhein, Politik-Fachbereichsleiterin Ruth Heep, Landtagsabgeordneter Helmut Peuser und Schulleiter Peter Laux


 

Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) diskutierte mit Schülern in Hadamar über den Islam

 

Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) hat sich am Montag den Fragen und Meinungen von Oberstufenschülern der Hadamarer Fürst-Johann-Ludwig-Schule gestellt. Im Blickpunkt stand der Kampf gegen gewaltbereite Islamisten.

 

Hadamar.  Hart gegen Hassprediger, partnerschaftlich mit Moscheegemeinden: Das ist für den hessischen Innenminister Boris Rhein (CDU) die richtige Strategie, um mit der Bedrohung durch Vertreter der gewaltsamen Auslegung des Islams fertig zu werden. "Es ist nicht schlecht, den Koran zu verteilen, es ist nicht schlecht, den Koran zu lesen und es ist erst recht nicht schlecht, Muslim zu sein", betonte Rhein am Montag vor rund 150 Schülern aus der Oberstufe der Fürst-Johann-Ludwig-Schule.

 

Der Salafismus, wie die muslimische Hassprediger-Bewegung auch genannt wird, war das Hauptthema der Podiumsdiskussion mit dem Landesminister. Wer vom Kabinettsverantwortlichen für Polizei, Ausländerrecht und Verfassungsschutz Law-and-Order-Parolen erwartet hatte, sah sich enttäuscht. "Der Verfassungsschutz und die Polizei sind erst gefordert, wenn es zu spät ist. Viel wirkungsvoller sind soziale und pädagogische Werkzeuge, die vorher greifen", sagte Rhein.

 

Mehr Aufmerksamkeit

 

Man müsse in die Köpfe der Leute kommen. Das sei viel wirkungsvoller, als Strukturen gewaltbereiter Gruppen zu zerschlagen. Die Gefahr, Menschen in den Untergrund zu treiben und dort weiter zu radikalisieren, sei dabei groß. In diesem Aspekt lasse sich der Salafismus mit dem Rechtsextremismus vergleichen: "Die Leute sind ja nicht weg, wenn wir ihre Gruppen oder im Fall der NPD die Partei verbieten", sagte der Minister. Deshalb sei er einerseits vorsichtig, was die neue Diskussion um ein NPD-Verbot betreffe. Andererseits könne er sich gut vorstellen, schlagkräftige Waffen aus dem Kampf gegen Rechtsextreme auch auf die salafistische Szene zu übertragen. "Derzeit diskutieren wir intensiv, auch ein Aussteigerprogramm für islamistische Extremisten aufzubauen", berichtete Rhein.

 

"Die christlich geprägte Gesellschaft hat nicht besonders viel dafür getan, muslimische Zuwanderer offen aufzunehmen", wandte einer der Schüler ein, der offenbar selbst ausländische Wurzeln hat. Dem stimmte Rhein zu: "Integration funktioniert von beiden Seiten. Wir müssen den Leuten auch zuhören." Genau das habe die hessische CDU schon früh mit der Forderung nach besseren Deutschkenntnissen unter Migranten zu fördern versucht und sei dafür scharf angegriffen worden. "Wir bemühen uns um einen intensiven Dialog mit Moscheegemeinden. Ohne sie wird es nicht funktionieren", sagte Rhein. Die Ausbildung von Imamen an der Universität Frankfurt sei ein Baustein dieses Dialogs.

 

Auf der anderen Seite stehe ein erhöhter Druck durch die konsequente Strafverfolgung aller Vergehen mit gewalttätiger oder aufhetzender Stoßrichtung.

 

Der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch, der mit seinem Landtagskollegen Helmut Peuser (beide CDU) mitdiskutierte, warb für mehr Aufmerksamkeit gegenüber Mitmenschen: "Sowohl bei dem rechtsradikalen Attentäter Breivik aus Norwegen als auch bei islamistischen Terroristen war eine starke persönliche Veränderung vor den Taten festzustellen, eine Abkapslung. Wer so etwas in seinem Umfeld bemerkt, sollte aufmerksam werden und Hilfe suchen." Das habe nichts mit Denunziation zu tun, sondern mit Nächstenliebe und gelebter Kameradschaft. In freien Gesellschaften, die sich nicht mit Aufpassern und Überwachern durchsetzen wollen, sei diese Achtsamkeit für den Nächsten besonders wichtig.

 

Keine "weltfremden Wesen"

 

In der Diskussion, die von der Politik-Fachbereichsleiterin Ruth Heep geleitet wurde, kamen noch weitere Themen zur Sprache; beispielsweise das schwierig zu fassende Phänomen der Internet-Kriminalität oder die Tatsache, dass dem Ehrenamt vor allem junge Leute fehlen. Die einstündige Debatte mit dem Innenminister hat nach Ansicht von Schulleiter Peter Laux vor allem eines bewiesen, wie er am Ende zusammenfasste: "Politiker sind nicht die weltfremden Wesen, als die sie manchmal erscheinen mögen." vt























Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
Presseberichte FJLS
Schuljahr 2016/17

Schuljahr 2015/16

Schuljahr 2014/15

Schuljahr 2013/14

Schuljahr 2012/13
16 Meldungen

Schuljahr 2011/12
12 Meldungen

Schuljahr 2010/11
16 Meldungen

Schuljahr 2009/10
32 Meldungen

Schuljahr 2008/09
36 Meldungen

Schuljahr 2007/08
48 Meldungen

Schuljahr 2006/07
72 Meldungen

Schuljahr 2005/06
83 Meldungen

Schuljahr 2004/05
89 Meldungen

Schuljahr 2003/04
68 Meldungen

Schuljahr 2002/03
39 Meldungen

Schuljahr 2001/02
41 Meldungen


[zum Seitenanfang]
Impressum · Kontakt · webmaster
Copyright Fürst-Johann-Ludwig-Schule Hadamar
[zurück]