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30.03.2012 Wie Kinder besser lernen könnten

 

Erziehungswissenschaftler Peter Struck sprach vor Lehrern und Eltern über Erkenntnisse der Hirnforschung

 

"Hirnströme und Lernwege, was Hirnforscher über nachhaltiges Lernen sagen" – über dieses Thema sprach der Erziehungswissenschaftler Peter Struck auf Einladung des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar.

 

Hadamar. Erst gibt es zehn Minuten Sprachunterricht, dann eine Stunde Sport, danach drei Stunden Naturwissenschaften, gefolgt von einer Stunde Musik. Unterrichtet werden zwei Klassen unterschiedlichen Alters, Kaugummikauen ist erwünscht, zu lernende Vokabeln werden gemeinsam laut ausgesprochen und Schüler unter 13 Jahren erhalten keine Noten. So in etwa würde nach den Erkenntnissen der Gehirnforschung ein optimaler Unterricht aussehen, erklärte Professor Peter Struck seinen verdutzten Zuhörern in der Fürst-Johann-Ludwig-schule.

 

Studien hätten gezeigt, dass man Sprachen am besten in Zehn-Minuten-Blöcken lerne, sagte der Erziehungswissenschaftler von der Uni Hamburg. Für Naturwissenschaften wiederum brauche man mehr Zeit, um zum Beispiel Versuche durchführen zu können. "Genauso wichtig wie der Unterricht ist aber die Vor- und Nachbereitung." Bewegung aber auch Musik rege die Produktion von Neurotransmittern, den Botenstoffen des Nervensystems, an. Der Lerneffekt einer Mathematikstunde sei messbar höher, wenn zuvor und danach Sport oder Musik auf den Stundenplan stünden. Das von vielen als störend empfundene Kaugummikauen fördere hingegen die Durchblutung des Gehirns und erhöhe so die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Das laute Aussprechen und Wiederholen des Gelernten helfe zusätzlich, sich das Gesagte besser merken zu können. Durch aktives Erklären, verstehe man selbst wiederum den Lernstoff besser. Daher gebe es deutlich bessere Lernergebnisse, wenn die Klassen nicht strikt nach Jahrgängen getrennt würden. Denn wenn zwei verschiedene Altersgruppen zusammen im Unterricht sind, profitieren sie beide vom gegenseitigen Erklären.

 

Untersuchungen hätten auch gezeigt, dass "90 Prozent der Jungen und erwachsenen Männer am besten durch Nachmachen und Ausprobieren lernen", sagte der Erziehungswissenschaftler. Bei den Mädchen seien es immer noch 60 Prozent. Das bedeute aber auch, dass viermal so viele Mädchen den herkömmlichen Unterrichtsstil des ruhig Sitzenbleibens und Zuhörens erfolgreich meistern könnten als Jungen. "Deutsche Schulen benötigen eine andere Fehlerkultur" und sollten Ausprobieren nicht mit "viel roter Tinte" und schlechten Noten unterbinden, forderte Peter Struck daher. Bis zum Alter von 13 Jahren seien Noten eher kontraproduktiv. Dies ändere sich dann aber mit der Pubertät.

 

Stärken ermitteln

 

Manche Anregung könne sich das deutsche Schulsystem auch vom mehrmaligen "PISA-Weltmeister" Finnland abschauen. In Finnland gebe es nur eine Gesamtschule und niemand bleibe sitzen. "Ein finnischer Lehrer weiß also genau: ,Diesen Schüler wirst du nie wieder los‘". Ein deutscher Lehrer könne hingegen dafür sorgen, dass jemand sitzenbleibe oder auf eine andere Schule wechseln müsse. Entsprechend unterschiedlich würden sich deutsche und finnische Lehrer um einzelne Schüler bemühen. "Sehr früh", das heißt im Alter von etwa drei Jahren, würden in Finnland bereits in der Vorschule Schwächen und Stärken eines Kindes ermittelt. Im Unterricht gebe es zwei und mehr Lehrkräfte, die dann auch gezielt während des Unterrichts mit den einzelnen Kindern arbeiten könnten. Falls notwendig, würden Lernstoffe dann noch einmal extra mit einer Nachhilfelehrerin durchgegangen. Problematisch sei, dass in Deutschland die Schüler schon nach der 4. Klasse getrennt werden. Gerade in dem Alter seien Kinder aber besonders auf Bezugspersonen angewiesen. Außerdem laufe die Hauptschule inzwischen darauf hinaus, dass schlechte Schüler "in ihrem eigenen Saft schmoren" und nicht mehr von besseren Schülern "hochgezogen" werden könnten. Die Ausbildung der Lernfähigkeiten werde so behindert.

 

Als Anregung für den eigenen Unterricht konnten die Zuhörer zum Beispiel die Erkenntnis mitnehmen, dass Bewegungsübungen die Konzentration fördern und dass gemeinsames lautes Nachsprechen den Lerneffekt steigert. Es gäbe noch viel mehr zu Lernen. Aber "Aber drei Stunden Vortragszeit sind für dieses Thema viel zu wenig", sagte Peter Struck. koe (koe)




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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