Startseite
 

 


Unsere Schule

Kontakt

Termine/Service

Fächer

Klassen/Oberstufe

Projekte

AGs

Mittagsbetreuung
Mittagessen
AGs

Schülervertretung

Schulelternbeirat

Kollegiumsseite

Verein der Ehemaligen

Links

FJLS-Interaktiv

Startseite Suchen

Sie befinden sich hier: Start >Mittagsbetreuung >AGs >Theater >Einer flog übers Kukucksnest (01/11) >

Aufstand in der Psychatrie

 

 

„Einer flog über das Kuckucksnest“:

 

 

Theater-AG der FJL-Schule zeigte brillante Aufführung

 

 

Es war kein leichter Stoff, an dem sich die Theater-AG der Fürst-Johann-Ludwig-Schule am Wochenende versuchte. Doch die jungen Schauspieler meisterten ein schwieriges Stück mit Bravour.

 

Von Volker Thies

 

Hadamar. Die Patienten freuen sich auf die Party mit McMurphy und Candy (oben), doch genau damit geben sie Schwester Ratched den Anlass, den aufmüpfigen Patienten endgültig ruhigstellen zu lassen (rechts). Fotos: ThiesDie Patienten freuen sich auf die Party mit McMurphy und Candy (oben), doch genau damit geben sie Schwester Ratched den Anlass, den aufmüpfigen Patienten endgültig ruhigstellen zu lassen (rechts). Fotos: ThiesDie Patienten freuen sich auf die Party mit McMurphy und Candy (oben), doch genau damit geben sie Schwester Ratched den Anlass, den aufmüpfigen Patienten endgültig ruhigstellen zu lassen (rechts). Fotos: Thies Fünf «Oscars» hat der Film «Einer flog über das Kuckucksnest» von 1975 erhalten. Wenn es einen Oscar für Schülertheater gäbe, dann hätte die Theater-AG der Fürst-Johann-Ludwig-Schule diese Auszeichnung ebenfalls verdient. Was sie am Wochenende mit Dale Wassermans Bühnenbearbeitung des Stoffes zeigten, war phänomenal.

 

Ort der Handlung ist eine psychiatrische Station. Schwester Ratched (Natalie Meier) führt dort ein strenges Regiment über Patienten und Pflegepersonal (Joshua Walter, Pauline Jung, Laura Matern, Charlotte Ascher) und schafft es auch, an dem leitenden Arzt (Selina Stoiber) vorbei den Alltag zu bestimmen. Dort hinein gerät der lebenslustige und unangepasste Kleinkriminelle Randle McMurphy (Thomas Heep), der «den Irren markiert», um dem Arbeitsdienst im Gefängnis zu entkommen.

 

Provokateur auf Station

 

Schnell kommt es zu Reibereien mit Schwester Ratched, weil McMurphy sich nicht unterordnen und auch die Tyrannei gegenüber den anderen Patienten nicht dulden will. Vorerst bleibt es bei kleineren Zwischenfällen: Der neue Patient provoziert, die Schwester reagiert freundlich, aber bestimmt. Nach und nach durchschaut McMurphy jedoch die Ausmaße des «Systems Ratched», das auf dem Bespitzeln der Patienten untereinander beruht und darauf, dass die Schwester mit ihrem Wissen um die psychischen Schäden der Insassen gnadenlos Druck ausübt. Besonders hat Billy Bibbit (Deborah Kassis) zu leiden, der sich als Versager fühlt, stottert und einen Selbstmordversuch unternommen hat.

 

Doch Randle McMurphy beschließt, den Kampf mit der Schwester aufzunehmen, sie zur Weißglut zu bringen und den Patienten (Nina Westerfeld, Philipp Franke, Ayla Adigüzel, Arthur Bayer) ihre Würde zurückzugeben. Nach anfänglichem Zögern macht sogar der distinguierte Patientensprecher Dale Harding (Katharina Fritz) mit. Bei der Auseinandersetzung um die Fernsehzeiten, wenn er morgens beim Zähneputzen nackt über den Flur stolziert: Überall lockt McMurphy Schwester Ratched aus der Reserve.

 

Doch McMurphy erlebt auch Rückschläge; etwa als er feststellt, das die meisten übrigen Patienten freiwillig in der Anstalt sind, weil sie mit dem Leben «draußen» nicht zurechtzukommen glauben – für ihn vollkommen unverständlich. In solchen Situationen ist es der vorgeblich taubstumme Häuptling Bromden (Lutz Hallmann), der den Rebellen wieder aufbaut.

 

Zu Katastrophe kommt es, als McMurphy seine beiden Freundinnen Candy Starr und Sandra (Talisa Jeuck, Ayla Adigüzel) in die Station schmuggelt. Es folgt eine wilde Party, in deren Verlauf Billy zum ersten Mal Sex hat. Doch Schwester Ratched kommt den Feiernden auf die Spur. Als sie Billy droht, alles seiner Mutter zu erzählen, schneidet der sich selbst die Kehle durch. Der rasende McMurphy versucht, die Schwester umzubringen; mit fatalen Folgen für ihn: Durch eine Gehirnoperation lässt Ratched ihn ins Wachkoma versetzen. Als letzter Dienst am Freund erstickt Häuptling Bromden McMurphy mit einem Kissen und flieht aus der Anstalt.

 

Starke Körpersprache

 

Die jungen Schauspieler im Alter zwischen 13 und 19 Jahren haben «Einer flog über das Kuckucksnest» selbst für ihre Aufführung ausgesucht und sich unter der Regie von Lehrerin Gaby Schützeberg an den Stoff herangewagt. Damit haben sie es sich keineswegs leicht gemacht. Schließlich ist die Kritik an einem unmenschlichen Psychiatrie-System thematisch kein Leichtgewicht. Die Charaktere mit ihren Störungen, aber auch mit ihrer Individualität stellen große Herausforderungen dar. Nicht zuletzt wollte auch ein Stück mit fast dreistündiger Spielzeit neben dem normalen schulischen Pensum erarbeitet werden. Das alles meisterten die 16 jungen Schauspieler mit Bravour. Neben dem vor Energie sprühenden Hauptdarsteller Thomas Heep stach vor allem Deborah Kassis hervor. Ihr «Billy» blieb nicht im Stotterer-Klamauk stecken, sondern machte die geknechtete, ein Leben lang klein gehaltene Seele in der gesamten Körpersprache eindringlich erfahrbar. (vt)
































 
Aufführungen Theater-AG
Revoltierende Schüler auf der Bühne (10/18)

Musicalprojekt geht in die heiße Phase (04/18)

Der Meteor schlägt in Hadamar ein (09/17)

Der Körper ist euer Instrument! (05/16)

„Ab heute heißt du Sara“ - beeindruckende Inszenierung der Theater-AG (07/14) (Kopie 1)

Unsere Theater-Ag wandelt auf Meister Diefenbachs Spuren (05/13)

Einer flog übers Kukucksnest (01/11)

Die Hexenjagd (06/09)

Streit der Königinnen (06/08)

Warming up als (12/06)

Warming up (07/06)

Die Physiker - Theaterfestival

Die Physiker (03/04)

Zehn kleine Negerlein (01/02)

Andorra (00/01)

Besuch der alten Dame (98/99)


[zum Seitenanfang]
Impressum · Kontakt · webmaster
Copyright Fürst-Johann-Ludwig-Schule Hadamar
[zurück]