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06.08.2009 «Bäume sind unsere Schutzengel»

 

Bert Schlüter hat sein Leben in den Dienst der Natur gestellt

Seine Schüler helfen ihm dabei

 

Von Edith Egger-Mertin

 

Hadamar. «Ich bin ein Spinner», sagt Bert Schlüter über sich selbst. Ein Spinner ist er sicher nicht, aber ein Weltverbesserer ist er – im besten Sinne des Wortes. Der 59-jährige Studienrat für Biologie, Sport, Erdkunde und Ethik an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule engagiert sich seit Jahrzehnten im Umweltschutz.

 

Gemeinsam mit seinen Schülern hat er Tausende von Bäumen gepflanzt, Infostände organisiert, Unterschriften gesammelt, Wale aus Sperrholz für Greenpeace verkauft, Biotope vor dem Kollaps gerettet und Teiche und Wälder von Müll befreit. Sein ganzes Leben hat er in den Dienst der Natur gestellt. Mit beredten Worten schildert Schlüter die Ängste und Sorgen, die ihn antreiben, seine Angst vor einem globalen Mangel an Trinkwasser mit der Folge von Flucht, Vertreibung und Krieg; seine Angst wegen Treibhauseffekt und schwindender Ozonschicht; seine Sorgen um die Wälder. «Bäume sind unsere Schutzengel, ohne sie können wir nicht leben», sagt er. «Schlimm sind die Sturmschäden, da kann man Tränen kriegen, das tut mir in der Seele weh.»

 

Als naturverbundener Mensch engagiert sich Schlüter gegen Wal- und Robbenfang und für den Schutz von Meeressäugetieren, gegen Massentierhaltung, Tiertransporte und Legebatterien, gegen Kernkraft und Starkstrommasten. Er wolle nicht «zurück in die Steinzeit», betont er, aber ein kleiner Schritt zurück würde schon helfen, die Erde vor der drohenden Zerstörung zu bewahren. Schlüter lebt selbst, was er predigt: Zuhause in Hangenmeilingen spart er Strom, wo es nur geht, benutzt Teelichter statt Lampen, besitzt keinen Kühlschrank, keinen Fön, auch keinen Fernseher, duscht immer kalt, auch im Winter, lässt die Heizung fast immer aus und isst oft kalt, am liebsten Bananen.

 

Er fährt ein altes BMW-Motorrad mit Beiwagen, luftgekühlt, nicht wassergekühlt: Auf diesen Unterschied legt er Wert. Genuss, Lebensgenuss, das bedeutet für ihn, die Natur zu erleben, zu riechen, wenn Heu gemacht wird, oder die Rehe zu beobachten, wenn sie aus dem Wald in seinen Garten kommen. Extra für die Rehe hat er Geranien gepflanzt, weil das, wie er festgestellt hat, ihr Lieblingsfutter ist.

 

 

Seit gut drei Jahrzehnten organisiert Schlüter zwei Mal pro Jahr mit Schülern einen «Umweltstand» in Hadamar. Dort wird Selbstgebasteltes und Selbstgemaltes verkauft, es wird vorgelesen, erzählt und unterrichtet. Das gesammelte Geld fließt in die Aufzucht von Baumschößlingen. Dabei gehen die Kinder, oft auch ihre Eltern und Großeltern, mit Schlüter in den Wald und ziehen kleine, wild wachsende Schößlinge von Buchen und Ahorn, Eichen und Nadelhölzern aus dem Boden. Die winzigen Bäumchen werden in einer Schonung wieder eingegraben, gewässert und einige Jahre aufgepäppelt, um schließlich verschenkt und im Wald, auf dem Schulgelände oder in Privatgärten endgültig eingepflanzt zu werden.

 

Schlüter berichtet voller Freude von einer Aktion, an der sich etwa 200 Schüler und Eltern beteiligt haben, um mit Unterstützung der Förster an die 20 000 Buchenschößlinge zu ziehen und wieder einzugraben. «Die Kinder sind sehr behutsam, sie nehmen das ernst», sagt Schlüter. «Sie sind Idealisten.» Er ist überzeugt, dass seine Schüler «nicht nur für die Note» helfen, sondern verstanden haben, um was es geht, nämlich um ihre Zukunft. Deshalb finden sich auch immer freiwillige Helfer – darunter auch ehemalige Schüler –, wenn er samstags oder nachmittags dazu aufruft, im Wald aufzuräumen, Müll zu sammeln und Laub als Schutz für Bodenbrüter aufzuhäufen.

 

Für das nächste Jahr ist der Schule eine eigene Schonung versprochen, um Bäumchen aufzuziehen. Die Schonung ist ziemlich groß, eingezäunt und gehört dem Forstamt. Schlüter freut sich. Das verspricht eine Fortführung des Langzeitprojekts auch über die Zeit seiner Pensionierung im Jahr 2015 hinaus.




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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