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Streit der Königinnen Aufführung der Theater-AG der Fürst-Johann-Ludwig-Schule am 19.6.2008

 

 

Nichts Geringeres als eine Reise durch die Zeit bot die Theater-AG Grandios im Rahmen der Projektwoche der FJLS-Schule bei ihrer diesjährigen Aufführung. Vier Variationen einer Streitszene spannten den Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Bei aller Verschiedenheit von Schiller und Brecht zum Beispiel hatten die Szenen doch stets den gleichen Inhalt: den Streit zweier starker Frauen und das Scheitern eines Schlichtungsgesprächs. Das Augenmerk der Regisseurin Gaby Schützeberg lag darauf, die Ähnlichkeiten der Szenen deutlich herauszuarbeiten, ohne sich selbst zu kopieren. Dies gelang unter anderem dadurch, dass die Streitszene aus dem Nibelungenlied als Puppentheater aufgeführt wurde. Da das Nibelungenlied kein Theaterstück ist, fühlte die AG sich frei, mit dem Text kreativ umzugehen. Und so wurde das Publikum Zeuge einer keifenden Brunhild und einer hysterischen Kriemhild, die sich zur Musik vom Spiel mir das Lied vom Tod zum Showdown vor der Kirche verabredeten, um herauszufinden, wer denn die Ranghöhere von ihnen sei. Dieser ungewöhnliche Einfall wurde vom Publikum mit viel Applaus belohnt.

 

 

Noch mehr fand der Streit der Königinnen aus Schillers Maria Stuart den Gefallen des Publikums. Kein Wunder, denn Tatjana Zimmermann spielte überzeugend die Boshaftigkeit der Elisabeth aus, die ihre Rivalin am Boden sehen will. Zudem spannte Marie Angermann als Maria Stuart geradezu brillant den Bogen von der demütigen Gefangenen zur gereiften Herrscherin. Als sie auf dem Podest der fliehenden Elisabeth nachrief „Regierte Recht, so läget Ihr vor mir im Staube jetzt. Denn ich bin euer König!“, bekam man Gänsehaut. Beide Schauspielerinnen beeindruckten sowohl durch die Textsicherheit, die bei Schillers anspruchsvoller Sprache keine Selbstverständlichkeit ist, und ihr facettenreiches, glaubhaftes Spiel.

 

 

Als Marktfrauenstreit fand die Szene ihre dritte Variation. Brecht hatte sich von Schiller zu diesem Text inspirieren lassen. Obwohl Milieu und Sprache völlig verschieden sind, lagen die Ähnlichkeiten auf der Hand. Elisabeth hieß jetzt Frau Scheidt. Katharina Fritz spielte die Gehässigkeit der Frau Scheidt, die der Konkurrentin Frau Zwillich den Erfolg neidete, absolut glaubhaft. Selbst eben noch unausstehlich zu einem Kunden, säuselte sie plötzlich zuckersüß, wie gut das Geschäft gehe, seitdem Frau Zwillich vom Markt weg sei, damit die eingetroffene Frau Zwillich gedemütigt wurde. Besagte Frau Zwillich musste noch einiges erdulden, bevor dann auch sie - der Maria gleich - sich wütend in ihr Recht setzen und zum Gegenschlag ausholen konnte. Nathalie Meier spielte diesen Wechsel mit Bravour und einer Selbstverständlichkeit, als sei die Rolle ihr auf den Leib geschrieben. Überhaupt fiel das Besetzungsgeschick der Regisseurin auf: Jeder hatte eine passende Rolle gefunden, jeder war am richtigen Platz. Alles zusammen ergab eine stimmige Revue, die das Publikum trotz der etwas ungewohnten Aufführungssituation (nachmittags und im Getriebe des Präsentationstages der Schule) überzeugen konnte.

 

 

Den Abschluss machte eine selbstgeschriebene Szene der Theater-Ag, die die Thematik auf einen Schulhof der Gegenwart transferierte und treffend „Zickenkrieg“ tituliert wurde. Auch hier fielen trotz moderner Sprache die Ähnlichkeiten auf, jedoch endete die Szene überraschend: Die Clique der Elisa blieb nach dem Abgang der Kontrahentinnen ratlos zurück. Was sollte man ohne Anführerin machen? Überraschend zog sich die coole Gang ganz brav zurück, weil man ja noch für den Deutschunterricht ein Buch lesen müsse, das allerdings gar nichts mit der Realität zu tun habe, nämlich der Maria Stuart. Damit schloss sich der Kreis, denn mit der Maria Stuart hatte die gelungene Aufführung begonnen.

 

 

Obwohl die Gäste zu den Bussen hätten eilen müssen, blieben sie, um den Schauspielern zu applaudieren und konnten noch erleben, wie die Schüler ihrer AG-Leiterin Gaby Schützeberg einen bunten Blumenstrauß überreichten und sich für die tolle Projektwoche mit ihr bedankten.





















 
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