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14.06.2008 Den eigenen Träumen treu bleiben

Von Volker Thies

 

Was ist aus ihnen geworden?, fragt die NNP in einer kleinen Serie über ehemalige Abiturienten. Heute stellen wir Christina Heukäufer vor, die im Jahr 2000 ihr Abitur an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule erworben hat.

 

Hadamar. „Wenn man Pläne und Ziele hat, dann muss man sich immer wieder daran erinnern, was diese Ziele waren. Sonst verliert man sie aus den Augen“, sagt Christina Heukäufer, wenn sie an die jungen Männer und Frauen denkt, die in diesen Tagen ihre Abitur-Urkunden in Händen halten. Für sie selbst war es vor acht Jahren so weit. Damals erhielt sie als eine der Jahrgangsbesten den Fürst-Johann-Ludwig-Preis ihrer Schule. Seitdem ist Christina Heukäufer weit herumgekommen in der Welt: Bolivien, Mexiko, Taiwan, die Mediziner-Eliteschmiede der Uni Heidelberg. Heute ist Baltimore in den USA ihr Lebensmittelpunkt. Nach den letzten Prüfungen des Medizinstudiums, die sie vor einigen Wochen ablegte, rücken ein Aufbaustudiengang und die Vorbereitungen für die Hochzeit mit ihrem amerikanischen Verlobten Joshua in den Mittelpunkt.

 

Gefängnisarbeit in Bolivien

 

Wie sich alles genau entwickeln würde, das war im Jahr 2000 für die frischgebackene Abiturientin noch nicht abzusehen, doch sie hatte fest umrissene Pläne. „Ich wollte etwas direkt in Entwicklungsländern tun, dort als Ärztin arbeiten“, erinnert sich Christina Heukäufer. Ihr erster Schritt war nahe liegend, aber ungewöhnlich: Für eine kirchliche Hilfsorganisation ging sie für ein Jahr nach Cochabamba in Bolivien, um dort in einem Gefängnis die Inhaftierten medizinisch zu betreuen. „Die Erfahrungen in Bolivien beeinflussen mich bis heute“, sagt Christina Heukäufer. Ihre Einstellung zur Medizin führt sie ganz entschieden auf diese Zeit zurück. Für sie steht nicht die Behandlung Einzelner im Mittelpunkt, sondern das grundlegende Verändern der Strukturen im Gesundheitssystem.

 

Vom Fachlichen abgesehen, habe ihr die Zeit in Bolivien viel für die eigene Persönlichkeit gebracht. „Es verleiht einem extrem viel Selbstsicherheit, wenn man ein Jahr lang in einer komplett anderen Kultur, weit weg von Freunden und Familie lebt. Und außerdem habe ich Spanisch gelernt“, fasst Christina Heukäufer zusammen.

 

Guter Rat:

Die Welt kennenlernen

 

2001 bis 2003 absolvierte sie die erste Etappe ihres Medizinstudiums in Freiburg, dann wechselte sie nach Heidelberg. Ausbildungsabschnitte führten sie für einige Monate nach Mexiko und Thailand. 2006 ging die ehemalige Hadamarer Abiturientin für ein ganzes Jahr nach Baltimore, wo ihr Bruder Matthias gleichzeitig einen Forschungsaufenthalt hatte. Zu Auslandsaufenthalten kann Christina Heukäufer jedem nur raten, und sei es nur, um die Sprachkenntnisse zu verbessern. „Keiner der Auslandsaufenthalte war besonders schwierige zu organisieren.“ Zahlreiche Organisationen hielten Informationen, Kontakte und finanzielle Unterstützung über Stipendien bereit. „Da auch schon mein Bruder anstelle des Zivildienst für ein Jahr einen anderen Dienst im Ausland gemacht hat, war es für mich normal, auch darüber nachzudenken, und auch meine Schwester war dann ein Jahr lang Au-Pair in Frankreich“, sagt Christina Heukäufer.

 

An der Johns Hopkins University schrieb sie ihre Doktorarbeit über Operationsmethoden von Bauspeicheldrüsenkrebs, vor allem aber lernte sie ihren zukünftigen Mann kennen. In weinigen Wochen will sie in Baltimore einen Aufbaustudiengang mit dem Schwerpunkt „Öffentliches Gesundheitswesen“ beginnen und im Sommer des kommenden Jahres in den USA eine Stelle als Assistenzärztin antreten. Mit den Menschen dort kommt die junge Frau vom Rande des Westerwalds gut zurecht. „Das Land ist so groß, da gibt es auch viele verschiedene Mentalitäten. Aber insgesamt kann man vielleicht sagen , dass die Amerikaner mit vielem ein wenig naiver als die Deutschen umgehen, auf jeden Fall aber viel positiver zum Leben eingestellt sind.“

 

Auch die Bilanz des eigenen bisherigen Wegs fällt positiv aus. „Bis jetzt lief alles gut“, lautet die knappe, zufriedene Zusammenfassung von Christina Heukäufer. Aber auch sie habe sich immer wieder ihre eigenen Ziele ins Gedächtnis zurückrufen müssen. „In den USA verdienen Ärzte sehr gut und können einen entsprechenden luxuriösen Lebensstil führen. Das ist sehr verführerisch.“ Sie hätte auch eine Stelle in der Chirurgie in Heidelberg annehmen und damit ihrem Leben eine vollkommen andere Richtung geben können. Doch Christina Heukäufer hält an ihren Zielen fest: Das Gesundheitssystem ein Stück weit gerechter machen.




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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