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Sie befinden sich hier: Start >Unsere Schule >Aktuelle Nachrichten >Schuljahr 2007-2008 >03.06.2008 Marina Bernikowa berichtet aus ihrer chinesischen Gastfamilie >

03.06.2008 Marina Bernikowa berichtet aus ihrer chinesischen Gastfamilie



 

Text und Fotos: Marina Bernikowa

 

Ich bekam mit weiteren vier 11-Klässlern die Möglichkeit, 12 Tage in einer chinesischen Familie zu verbringen.

Es war ein wundervolles Erlebnis, das ich jetzt für nichts in der Welt rückgängig machen würde!

Vor Reisebeginn in Deutschland hatte ich große Zweifel, ob meine Entscheidung richtig gewesen ist, in einer Familie leben zu wollen. Ich hatte Angst und wusste nicht, wie ich mit der Familie klarkommen werde.

Sind Sie freundlich? Wie nehmen Sie mich auf? Kann ich mich mit Ihnen unterhalten? Wo werde ich schlafen? Wie soll ich mich benehmen? usw.

Solche Fragen schwirrten mir ständig durch den Kopf!

 

In Peking angekommen war ich furchtbar gespannt auf meine Familie, die ich am Abend kennenlernen sollte. Ich war wirklich total nervös!

Im Nachhinein war alles viel schöner und einfacher. Meine Familie hat sich als super nett und hilfsbereit erwiesen!

 

Ich hatte ein eigenes Zimmer und lebte mit meinen Gasteltern und meiner Gastschwester in einer gemütlichen Wohnung. Ich denke schon, dass man meine Familie zu der eher wohlhabenden Schicht zählen kann, da sie mir ein eigenes großes Zimmer mit Bad zugeteilt hatten. Außerdem hatten sie ein großes Wohnzimmer, ein Büro, ein weiteres Bad und jeweils ein Schlafzimmer für die Eltern und ihre Tochter.

Ich wurde bei allen Fragen beraten und erfuhr sehr viel über Peking und das dortige Leben.

Jeden Tag stand ich morgens um kurz nach 6 Uhr auf, da wir uns so gegen 7 Uhr in die Schule begeben mussten. Wir wurden immer von meiner Gastmutter gefahren, da sie zur selben Zeit zur Arbeit fahren musste.

6:30 – 6:50 Uhr wurde ich von Crystal, meiner Gastschwester, zum Frühstück gerufen. Jedes Mal gab es süße Milch und gekochte Eier. Dabei wurde immer zusätzlich für mich etwas Traditionelles, wie „Gui hua gao“ zubereitet, damit ich die Möglichkeit habe, das chinesische Essen besser kennenzulernen. Ich verzehrte meistens nur die traditionellen Speisen, da ich auch hier in Deutschland genug gekochte Eier, Joghurts und Brot essen werde/kann. Überwiegend schmeckte mir alles sehr gut und ich konnte mich schnell daran gewöhnen. Jetzt, wieder in Deutschland angekommen, fehlen mir solche Leckereien!

 

Nach einem anstrengenden, informativen, interessanten Tag (siehe Tagesberichte), ließ sich meine Familie jedes Mal etwas Neues einfallen! Manchmal gingen wir auswärts essen, manchmal kochte mein Gastvater. Hierbei bestand mein „größtes Problem“(wenn man es als Problem bezeichnen darf) darin, dass ich von zu Hause nicht gewohnt war, so viel essen zu müssen. Wenn ich ihnen mitteilen wollte, ich würde mir selbst von den Gerichten nehmen, nickte mein Gastvater und füllte mir den ganzen Teller mit verschiedenen Gerichten. Auch, wenn ich wirklich satt war, mich für das Essen bedankte (feichang hao) und auf deren Verständnis hoffte, wurde ich meistens enttäuscht angeguckt und hörte anschließend schnelles chinesisch. Mein Gastvater teilte meiner Gastschwester mit, dass er doch so schlecht kochen würde, sich dafür entschuldige und auf ein besseres Essen in Zukunft hoffe. Dieses „Problem“ war schnell beseitigt, nachdem sich meine Familie einerseits an mich und ich mich andererseits an sie gewöhnt hatte. Da kann man nur sagen: Chinesische Gastfreundschaft! 

 

Eines Abends durfte ich mit der ganzen Familie „Jiǎozi“ machen. Die haben vielleicht gut geschmeckt! Dabei erinnerten sie mich an russische „Pelmeni“, die dort sehr gerne gegessen werden und anscheinend aus China stammen.

Auch faszinierte mich ein Essen in einem großen Kaufhaus. Es war eine Art Bistro, in dem alle Menschen auf Hockern nebeneinander saßen. Dabei hatte jeder seine eigene Herdplatte mit Topf und kochendem Wasser mit Gewürzen. Wir bestellten uns verschiedenes Gemüse, Nudeln und Fleisch. Riesige Platten mit unterschiedlichen Salatsorten, Tofu, Kartoffeln, Karotten usw. wurden gebracht. Jeder konnte nun das Essen ins kochende Wasser werfen und nach einigen Minuten (von Gemüse zu Gemüse unterschiedlich) in Sesam-Sause legen. Das machte mir so viel Spaß, wobei nicht alles funktionierte wie bei meiner Familie. Mal wusste ich nicht, wie ich lange Spinatblätter mit den Stäbchen nehmen kann und ein anderes Mal, wie lang ich das eine oder andere kochen musste. Wir lachten aber so viel und die Bedienung war aufgrund eines ausländischen Gastes (also mir) so nervös, dass wir alles extra schön und schnell serviert bekamen.

 

 

Mit meiner Gastschwester konnte ich stundenlang reden, wenn sie nicht ganz so viele Hausaufgaben machen musste. Sie verweilte meistens bis 17 Uhr in der Schule und musste anschließend ungefähr 3 Stunden Hausaufgaben machen.

Es machte aber sehr viel Spaß, sich mit ihr zu unterhalten, wobei ich im Gegensatz zu ihr ohne Wörterbuch klarkommen musste. Dabei fielen mir die einfachsten Wörter, wie „Schmand“ nicht ein!  Trotzdem konnten wir locker 2- 3 Stunden plaudern.

 

Abschließend könnte ich sagen, dass ich sehr viel Spaß hatte und sehr gut mit meiner Familie klargekommen bin. Eigentlich wollte ich nach diesen knapp 2 Wochen gar nicht heim, da ich mich langsam an das Leben dort gewohnt hatte.

Ich kann nur sagen, dass ich immer noch Kontakt mit Crystal habe und mich auf das Wiedersehen mit ihr im nächsten Jahr sehr freue.

 


 
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