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Sie befinden sich hier: Start >Unsere Schule >Aktuelle Nachrichten >Schuljahr 2007-2008 >18.05.2008 Erste Nationalversammlung in der Paulskirche >

18.05.2008 Erste Nationlaversammlung in der Paulskirche




 

Am 18. Mai vor 160 Jahren wurde die erste deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche eröffnet. 585 Abgeordneten waren in freien und gleichen Wahlen von selbständigen Männern über 20 Jahren in allen deutschsprechenden Landen bestimmt worden. Die Delegierten sollten „für das deutsche Vaterland“ eine Verfassung in „Einigkeit und Recht und Freiheit“ erarbeiten.

 

An diesen frühen Glanzpunkt deutscher Demokratiegeschichte erinnerte der Geschichtskurs von OStR Hubert Hecker. Unter seiner Anleitung hatten Schüler in der Pausenhalle der Fürst-Johann-Ludwig-Schule ein zeitgenössisches Bild von der Paulskirchenversammlung nachgezeichnet. Vor dieser Kulisse hielt der Geschichtslehrer am Jubiläumstag eine Erinnerungsansprache.

 

Hecker erinnerte an die Anfänge der deutschen Freiheits- und Einheitsbewegung: Im Jahre 1808 hatte Freiherr vom Stein für Stadt und Land die politischen Signale für Selbstbestimmung gesetzt und Johann G. Fichte seine Reden an die deutsche Nation gehalten. 40 Jahre später konnte Heinrich von Gagern als Präsident der Paulskirchenversammlung den Startschuss dafür geben, dass die deutsche Nation eine freiheitlich-rechtsstaatliche Grundordnung mit einer Verfassung institutionalisierte.

 

Im Sommer 1848 erarbeitete die Paulskirche einen Katalog von Grundrechten, die Bürger und Burschenschaften seit Jahrzehnten gefordert hatten. Neben dem freien und gleichen Männerwahlrecht, das weiter ging als in den fortschrittlichsten europäischen Verfassungsstaaten von England und Frankreich, formulierten die Abgeordneten damals alle wesentlichen Grundrechte, wie sie später von der Weimarer Verfassung 1919 und dem Grundgesetz von 1949 übernommen wurden: Freiheit der Person, Gleichheit vor dem Gesetz, Meinungs-, Versammlungs- und Koalitionsfreiheit etc.

 

Bei der Frage nach der Staatsform entschied sich die Nationalversammlung für eine konstitutionelle Monarchie mit starken föderalen Elementen. Wegen des Ausscherens Österreichs konnte nur die kleindeutsche Lösung mit dem Preußenkönig als Kaiser angestrebt werden. Bekanntlich lehnte Friedrich Wilhelm I. die Krone ab. War damit die Revolution gescheitert?

 

Das Ziel eines Nationalstaates war nicht erreicht worden. Nichtsdestotrotz hatten die einjährige Revolutionsbewegung und Verfassungsdiskussion einen tiefgreifenden und wegweisenden politischen Wandel eingeleitet. Der Hadamarer Abgeordnete Maximilian von Gagern schrieb an seine Wähler am 15. 6. 1849: „Keine Macht wird ersetzen, was in den Augen der Nation als freier Ausdruck ihrer Selbstbestimmung bereits gewurzelt hat.“

 

Aber auch unterhalb von Verfassung und Nationalstaat hatte die Revolution eine Welle von Modernisierungen ausgelöst, die der demokratischen Freiheitsbewegung einen bleibenden Schub gab: Der Verfassungsstaat setzte sich überall durch – in Sachsen, Hannover und auch in Preußen; Bauernbefreiung und Ende des Adelsstandes; soziale Reformen und freiere Gewerbeordnung; Trennung von Rechtspflege und Verwaltung; Aufschwung des Vereinswesens und Beginn des Parteienwesens. (hh)


Flugblatt_Paulskirche.pdf

 
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