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Sie befinden sich hier: Start >Unsere Schule >Aktuelle Nachrichten >Schuljahr 2007-2008 >28.04.2008 China >

China


 

Hadamarer Schüler auf Weltreise

  • Am Samstag, dem 3. Mai 2008, beginnt die kilometermäßig wohl  längste Klassenfahrt, die Hadamarer Schüler mit ihren Lehrern je unternommen haben dürften.
  • Um 14.50 Uhr startet die Maschine von Air China mit den Schülern aus Hadamar zu ihrem Flug in das Reich der Mitte auf der anderen Seite unseres Planeten.
  • Nach ca. 10 Stunden Flug wird die 7800 km weite Strecke überwunden und das Ziel erreicht sein: Peking, die Hauptstadt der Volksrepublik China.
  • Ein umfangreiches Reiseprogramm erwartet die reiselustigen Schüler der Chinesisch-AG. Neben dem Besuch der Mauer vor den Toren der Stadt Peking werden historische Stätten und moderne Baudenkmäler besichtigt werden. Im Mittelpunkt steht aber der Besuch unserer Partnerschule im Zentrum der Metropole.

Wir freuen uns sehr auf die Reise und werden davon berichten.

 

Die Chinesisch-AG

 


Ankunft in Peking

Pünktlich, aber voellig erschöpft sind wir nach einem ruhigen Flug in Peking angekommen. Es ist 10 vor 11 Uhr Ortszeit Peking. Wie es sich für Abenteuerreisen gehört, hat sich auch schon ein kleines Missgeschick ereignet: Die Hotelzimmer sind noch nicht beziehbar, obwohl sich alle nach einem Bett sehnen.

Heute Mittag werden wir uns aber ausruhen, um für die nächsten Tage Kraft zu schöpfen . Am Abend gibt es dann zu unseren Ehren ein kleines Bankett, an dem die Schulleitung teilnehmen wird.

Morgen steht ein großer Empfang auf der Tagesordnung: Auf dem Sportplatz wird der Schulleiter der Schule vor der versammelten Schülerschaft - 2000 Schüler - die Gäste aus Deutschland vorstellen und Herr Holzhäuser wird sich fuer die Gastfreundschaft bedanken.

In diesem Moment ist es in Deutschland 4.45 Uhr und Hadamar dürfte sich noch in dem Tiefschlaf befinden, den wir für uns herbeiwünschen.

Viele  Grüße von uns allen
aus Peking




3. Reisetag

3. Reisetag: 5. Mai 2008

 

Nach einem heilsamen Schlaf  und einem chinesischen Kraftfrühstück sind die anfänglich gute Laune sowie die ursprüngliche Entdeckerfreude wiedergekehrt. Die physiologischen und psychologischen Voraussetzungen zur Abarbeitung unseres Kulturprogrammes sind geschaffen.

 

Der Arbeitstag beginnt mit einer öffentlichen Begrüßungszeremonie auf dem Campus des Schulgeländes. Die 2000 Schüler umfassende Schülerschaft der Schule ist versammelt, die Nationalhymne wird intoniert bei gleichzeitigem Hissen der chinesischen Flagge. Die Direktorin „Ma xin di“ begrüßt die deutschen Gäste namentlich, der Schulleiter „Wang“ hält eine kurze Ansprache, Herr Holzhäuser antwortet mit einer Dankesrede auf Chinesisch.

 

Sodann beginnen 1 Stunde Geschichtsunterricht und 1 Stunde Erdkundeunterricht, in denen uns ein historischer Überblick über die Grundzüge des chinesischen Konfuzianismus' und ein Abriss der Entwicklung der Stadt Peking gegeben werden. Zur gleichen Zeit absolvieren die 5 Schüler der Klasse 11, die in Familien untergebracht sind, den Unterricht der chinesischen Schüler, bei denen sie wohnen dürfen.

 

Nach der Theorie am Vormittag steht mittags der Besuch des Konfuziusstempels auf dem Programm. Ein eigens für uns angeworbener Reiseführer erklärt in gut verständlichem Englisch die Sehenswürdigkeiten vor Ort. Danach folgt eine Besichtigung des buddhistischen Lamatempels ganz in der Nähe. Dort befindet sich die größte Buddhastatue Chinas von 18 Metern Höhe und einem Umfang von fast 8 Metern, aus einem Baumstamm herausgearbeitet.

Interessant zu beobachten, aber für die Schüler nicht erkennbar, ist der Wandel, der sich in den letzten 20 Jahren vollzogen hat. Viele Chinesen, denen die westliche Idee der Privatsphäre und der daraus entspringende Habitus fremd sind, zelebrieren öffentlich, im Angesicht der neugierig schauenden Touristen, ihre Opfer- und Gebetsrituale. Ob das öffentliche Bekenntnis zur Religiosität als Zeichen einer sich emanzipierenden bürgerlichen Gesellschaft zu verstehen ist oder ob es bloß einer geweckten Sehnsucht nach seelischem Halt in einer schneller sich wandelnden Gesellschaft Ausdruck verleiht, ist dem westlichen Beobachter schwer erklärlich.

 




4. Reisetag

Tagesbericht vom 6.5.2008

 

Nach einigen Minuten Fahrt durch die gewaltige Innenstadt Pekings erreichten wir das mächtige Gebäude des Volkskongresses. Kräftige, steinerne Säulen tragen das Dach dieses Monumentes, das alle Gebäude der Umgebung überragt. Allein die Sicherheitskontrollen zeugen von der Wichtigkeit dieser Einrichtung, in welcher hohe Räume, edle Teppiche und spiegelnde Böden das Gesamtbild beherrschen. Hinter großen Türen verbergen sich die Versammlungsräume der verschiedenen Chinesischen Provinzen, 30 an der Zahl. Der Besucher durchwandert prunkvolle Räume, reichlich geschmückt mit allerlei goldenen Emblemen und von gläsernen Kronenleuchtern erhellt. Nachdem wir die riesige Hörsäle und gewaltigen Hallen des Kongressgebäudes hinter uns gelassen hatten, machten wir uns auf zum nächsten Ziel dieses Tages: dem Platz des himmlischen Friedens - oder wie die Chinesen ihn nennen: „Tian’anmen“ - nicht weit von unserer letzten Station entfernt. Der Platz des himmlischen Friedens ist - nach Aussage unseres Reiseführers - der größte Platz der Welt, welcher innerhalb einer Stadt liegt, denn sein Fassungsvermögen an Menschen beträgt eine Million. Des Weiteres fand im Jahre 1989 ein Studentenprotest statt, bei dessen Niederschlagung viele Studenten getötet worden sind.

 

Durch viele Tore hindurch gelangt man von Tian’anmen zur Verbotenen Stadt, der Stadt des Kaisers. Mit 9.999 und einem halben Raum strebten die chinesischen Kaiser an, einen Ort zu erschaffen, der dem Himmel im religiösen Sinne möglichst ähnlich ist, jedoch nicht gleich, da dieser selbst, so der chinesischen Sage nach, 10.000 Räume umfasse, in China ist diese hohe Zahl gleichbedeutend der Unendlichkeit. Wie die monströse Zahl an Räumen erahnen lässt, sind die Räume dicht an dicht gepackt und unmöglich alle zu besichtigen. Allein um in jedem dieser Räume einen Tag zu verbringen, würde man 27 Jahre brauchen. Die Tiere auf den Dächern der vielen großen und kleinen, tempelähnlichen Häuser sind als Zeichen für dessen Wichtigkeit zu betrachten, wobei die wichtigsten Häuser mit 9 Tieren an jeder Ecke versehen sind. Diese Tiere sollten in alter Zeit böse Geister fernhalten, da erscheint es nur logisch, dass der gewährte Schutz mit der Anzahl der Tiere steigt. Die Verbotene Stadt, chinesisch „Gu Gong“, erhielt ihren Namen durch den Umstand, dass kein normaler Bürger sie während der Herrschaftszeit der Kaiser betreten durfte. Unter anderem hielt unser Reiseleiter, Peter, einen kleinen Crashkurs in „Feng-Shui“, der Lehre von der Anordnung der Dinge, basierend auf kosmischen Gesetzen. Diesen Regeln nach durfte im Zentrum der Verbotenen Stadt beispielsweise lediglich das Element Erde vorhanden sein, um eine gewisse „Stabilität“ in den Staat zu bringen. Das Element Holz wiederum würde dieser Erde nur schaden, daher finden sich innerhalb der Verbotenen Stadt keine Bäume. Auf die Verbotene Stadt folgte ein kleiner Abstecher in einen der vielen imperialen Gärten, welcher hier im Gegensatz zur Verbotenen Stadt eine recht geringe Fläche aufweist: der Jingshan-Park. Allerlei Bäume, Blumen und sonstige Gewächse sprießen dort aus dem trockenen Boden, der von vielen fleißigen Händen angesichts des trockenen Klimas erst urbar gemacht werden muss. Früher waren solche imperialen Gärten eine Art Rückzugsort für die Kaiser.

Nach wenigen Minuten Busfahrt ging es weiter in ein typisches chinesisches Altstadtviertel, weit entfernt von den prächtigen Bauten der imperialen Zeit, zu den „Hutongs“. Hutongs sind enge, kleine Gassen, die durch das dicht an dicht Bauen der alten, traditionellen, chinesischen Häuser entstanden sind und in welchen keines unserer modernen Fahrzeuge Platz hätte. Aus diesem Grund ist hier das Rikschagewerbe ein sehr lohnendes touristisches Geschäft. Gezogen von Fahrrädern drangen wir immer tiefer in das verwinkelte Labyrinth von Gassen ein, schienen so einige Male gleich gegen Wände, andere Fahrradfahrer oder Fußgänger zu fahren. Jede Angst war jedoch unbegründet, da die Rikschafahrer, als Meister ihres Faches, diese Straßen gut genug kannten, um jeden sicher ans Ziel zu bringen. Es folgte das Essen bei einer chinesischen Familie in einem für diese Gegend typischen Wohnhaus. Zu unserer Verwunderung fanden wir alle Platz in einer der kleinen Wohnungen, inmitten dieses alten Teiles von Peking. Trotz des hohen Alters der kleinen, von außen recht heruntergekommen anmutenden Bauten finden sich im Inneren doch moderne Elektronikgeräte, darunter Fernseher, Telefon und Kühlschrank. So unscheinbar und unkomfortabel das Leben dort auch erscheint, im Inneren lässt es sich für einige Zeit sehr gut aushalten, und die Bewohnerin, welche schon seit 12 Jahren viele Reisende aus dem Ausland bewirtet, zeige die Gastfreundlichkeit des Landes. Die Besitzerin des Hauses selbst erfreute sich eines stolzen Alters von 72 Jahren und bester Gesundheit.

Auf den Ausflug in die Hutongs folgte der von vielen schon lang herbeigesehnte Einkaufsbummel in die Wangfujing-Straße, zwischen den hohen Gebäuden des modernen Beijings, mit seinen bunt schillernden Fassaden und tiefen Häuserschluchten, erfüllt von Musik und dem Gerede von Tausenden Menschen.

Zum Abschluss schafften wir es tatsächlich, in einem chinesischen McDonalds zu essen… Mal eine Abwechslung zum Essen mit Stäbchen, welches wir zu diesem Zeitpunkt seit vier Tagen pflegen. (von Keven Hörster, 9aG)

 







Ein kurzer Blick in den Informatikunterricht

In einem normalen, unseren Verhältnissen vergleichbaren Klassenraum  befinden sich 48 (!) Schüler, dicht an dicht zusammengedrängt. Lediglich in der Mitte trennt ein Gang die Klasse in zwei Blöcke.

Die Schüler sitzen auf kleinen, für unser Empfinden recht ungemütlichen hölzernen Hockern, jeder vor seinem PC.  Die Lehrerin beginnt den Unterricht mit einem Verweis auf das Thema der letzten Stunde und erklärt sodann Schwerpunkt und Aufgabe der folgenden Stunde. Mit schneidendem Ton und lauter Stimme doziert sie, im mittleren Gang auf- und abgehend, hier und da einen Schüler durch Aufruf in den Dialog einbeziehend. Lediglich zur Umschaltung der Zugangsseiten am PC für die Schüler geht sie gelegentlich hinter das Pult. Derweil ist in der Klasse ein unaufhörliches Gemurmel der Schüler, mal lauter, mal leiser werdend, zu hören. Die Schüler reden zum Teil miteinander, zum Teil arbeiten sie elbständig. Manchmal kommt es zu einem kurzen Zwischenruf seitens eines Schülers, der mit der Anrede "Laoshi" (Frau Lehrerin) beginnt - andere wiederum schauen gelangweilt aus dem Fenster.

Die Lehrerin entwickelt den Unterricht überwiegend monologisch und dozierend. Lediglich rhetorische Fragen, die sie meist selbst beantwortet, unterbrechen den Redefluss. Die Schüler scheinen daran gewöhnt zu sein, alles selbstständig zu Hause nachzuarbeiten. Angesichts der Masse der Schüler ist dies vielleicht der einzig praktikable Weg, die Mädchen und Jungen zu unterweisen.

Gegenstand des Unterrichts ist die Einbindung von Texten und Bildern in einen Multimediafilm mit Musik. Wenn auch die Arbeitsmöglichkeiten recht unkomfortabel sind, so muss man mit Respekt anerkennen, dass der Inhalt des Unterrichts und die technischen Arbeitsmittel auf dem höchsten Stand sind.




5. Reisetag

Der Besuch des Sommerpalstes im Haidian-Bezirk

(Bericht folgt!)


6. Reisetag

Tagesbericht vom 8.5.2008

Die Fahrt zu den Ming-Gräbern „Shi San Ling“ am Vormittag

 

Nach einer mehr oder weniger langen Nacht ging es nach dem üppigen Frühstücksbuffet mit dem angemieteten Bus, inklusive Vivien, einer chinesischen Englischlehrerin, und dem von allen geliebten Reiseführer Peter, zu den Ming Gräbern.

Der Weg führte zuerst durch die atemberaubende Stadt und anschließend waren die faszinierenden Berge am Rande Pekings zu betrachten. Auf dem Weg zum Grabgelände werden die Häuser immer weniger, bis schließlich nur noch ab und zu einige Höfe und Verkaufsstände an der Straße zu sehen sind. Kurz vor dem Gelände der Ming Gräber befindet sich ein Naturschutzreservat. Insgesamt befinden sich hier 12 der 13 Gräber hinter dem durch das Gelände fließenden Stromes vor dem angrenzenden Gebirge. Nur eine Grabkammer wurde auf der anderen Seite des Gewässers errichtet, da die Kaiser, die dort begraben sind, aus einer anderen Dynastie stammen.

Wir besichtigten dann Ding Ling, das einzige geöffnte Grab. Die Anlage besteht aus mehreren Vorplätzen, die alle unterschiedlich gestaltet sind. Getrennt werden sie durch Mauern, in denen Treppen eingebaut sind. Auf einem der Plätze ist ein altes Tor enthalten, durch das der tote Körper des Kaisers getragen wurde, damit – so die Sage - er von der menschlichen Welt in das Paradies gelangt. Deshalb ist es nicht erwünscht, dass Besucher auf dem Weg zur Grabstätte durch das Tor treten. Bevor man zu der Grabkammer gelangt, steht man vor einem Tempel, in dem sich eine Statue befand, die einen Sohn eines Drachen darstellt. Neben diesen führen mehrere Treppen die Besucher den Berg hinan in Richtung der unterirdischen Grabkammer.

Bevor wir die unterirdische Grabkammer betreten konnten, wurden wir einem Sicherheitscheck unterzogen, was heißt, dass unserer Rucksäcke gescannt wurden. Allerdings gingen die Security-Beamten relativ locker mit der Überprüfung um. Der Abstieg zum Grab erfolgte über mehrere Treppen. Vor der eigentlichen Grabkammer befand sich ein Loch in einer Betonplatte, in dem Erde eingefügt wurde, damit der Geist der Begrabenen weiterleben kann. Der Fußboden war mit weißen Fliesen ausgelegt und die Wände bestanden aus grauen Steinen. In der hinteren Grabkammer angelangt, standen wir schließlich vor den hölzernen Särgen der Kaiserfamilie. Ebenfalls zu sehen waren die marmornen Throne des Kaisers und seiner zwei Ehefrauen, die vor der Sargkammer aufgestellt waren und Glanz und Macht der kaiserlichen Dynastie bezeugten.

Nach der Besichtigung des Grabes fuhren wir zum Mittagessen zu einer Vasenfabrik, in der uns eine spezielle, jahrhunderte alte Handwerkskunst (Cloisonne) gezeigt wurde. Man führte vor, wie auf sehr aufwendige Art Vasen, Figuren und Ähnliches hergestellt werden.

Auf die metallenen Gegenstände werden per Handarbeit kleine Metalldrähte aufgeklebt, die später ein Muster oder ein Bild ergeben. Danach wird das Ganze emailliert und gebrannt. Wenn das passiert ist, wird der Gegenstand poliert und letztendlich mit Gold verziert.

Vor dem Essen durften wir uns in dem fabrikeigenen Geschäft umsehen und Souvenirs aussuchen.

 Bericht von Christina Kallf

Tagesbericht vom 8.5.2008

Weiterfahrt nach Badaling zur 长成: die große Mauer







Badaling - Die große Mauer


Scheinbar unaufhaltsam bahnt sie sich ihren Weg durch die felsige Landschaft Nordchinas. Von den tiefen Tälern bis hinauf in luftige Höhen schlängelt sich die Chinesische Mauer mit einer Länge von mehr als 6000 Kilometern durch die grünen Berge, die sich schon kurz hinter Beijing majestätisch aus dem Erdreich erheben, wie riesige Drachenzähne. Schon einige Kilometer vor Badaling, welches 70 Kilometer nördlich von Beijing liegt, kann man immer wieder einen Blick auf einige Mauerstücke erhaschen

 

An vielen Stellen jedoch hat sich der einst blanke und in der Sonne leuchtende Stein mit einer Schicht von schillerndem Grün überzogen und der größte Teil des ehemaligen Glanzes ist schon vor vielen Jahren verloren gegangen. Dieser stetige Vorgang des Verfalls ist der Grund, aus welchem heraus immer neue Mauerstücke restauriert werden müssen, um dieses größte Bauwerk der Menschheitsgeschichte als Weltkulturerbe zu bewahren.

 

In Badaling ist den Menschen unserer Zeit die Möglichkeit gegeben, einen Blick in die glorreiche Vergangenheit des chinesischen Kaisertums zu werfen, und selbst, wie vor vielen Jahrhunderten noch die Soldaten, von einem Wachturm zum nächsten zu schreiten. Zwischen der Masse der Touristen  tummelt sich eine Vielzahl von Gestalten, zumeist Verkäufern, welche schon den ein oder anderen gutgläubigen Fremden mit überteuerten Waren übers Ohr gehauen haben. Und dennoch: Auch diese gehören einfach dazu, wenn man im gleißenden Sonnenlicht die vielen, ungleichmäßig geformten Stufen hinaufwartet und sich den Schweiß von der Stirn wischt. Ist man dann endlich am höchsten Punkt angekommen, werden die Mühen mit einer Aussicht belohnt, die mit Worten nicht zu fassen ist. Kilometerweit reicht der Blick über die grünen Berggipfel hinweg, bis diese irgendwann in einem blassblauen Schimmer verschwinden, so auch die Mauer, die sich schier endlos so fortsetzt, irgendwann hinter dem Horizont verschwindet…

(Keven Hörster)

 





7. Reisetag






 

<h6>Von der Kalligraphie bis zur Pekingoper</h6>

<h6> </h6>

Kalligraphie und „Tai Chi“

Nach dem Frühstück gingen wir in die Schule, wo wir Kalligraphieunterricht erteilt bekamen. Zunächst lernten wir von einem „Meister der Kalligraphie“ einiges über die Entstehung und den Wandel der chinesischen Schriftzeichen, die wir, mit viel Mühe, auch selber auf richtiges Kalligraphiepapier schreiben durften. Am besten war Christina, die von allen heftig gelobt wurde. Nach einem Gruppenbild mit dem chinesischen Meister gingen wir dann in die uns zugewiesene Klasse, die uns sehr freundlich begrüßte und sogar „Willkommen in China“ auf die Tafel geschrieben hatte. Passend zu den heutigen Programmpunkten hatten die Schüler kleine Referate über die Pekingoper und Tai Chi vorbereitet. Am Ende kam sogar noch ein Tai-Chi-Lehrer, der uns über diese Sportart aufklärte. Zum Schluss der Stunde sangen wir „Bruder Jakob“ auf Chinesisch.

 

Der Besuch der Peking-Oper am Abend

Die Pekingoper, die wir in Peking besuchten, ist, verglichen mit der Frankfurter Oper oder der Semper Oper, ein eher kleineres Gebäude, jedoch ist sie, was die Lautstärke der Musikdarbietungen betrifft, unübertroffen. Dennoch gibt es im Zuschauerbereich bis zu 4 Ränge, die über einen Aufzug erreichbar sind. Die „Musik“, die zu Beginn ertönt, wenn sich die Akteure auf die Bühne tänzerisch bewegen, ist eigentlich keine Musik in unserem Sinn. Es ist eher, als ob mehrere Leute zusammen auf Töpfen schlagen, was einen riesigen Lärm verbreitet, aber auch eine Art Rhythmus erzeugt, der während des ganzen Stückes anhält. Die „richtige“ Musik kommt eigentlich erst, wenn gesungen wird. Diese klingt jedoch für unsere Ohren schrill und sehr gewöhnungsbedürftig - den Pekinger gilt dies jedoch als ästhetischer Hochgenuss. Neben diesen Musikdarbietungen mit tänzerischen Elementen gibt es auch akrobatische Showeinlagen, wie Kampfszenen, die jedem Bodenturner Respekt abnötigen würden.

 

In dem Stück, das wir uns angesehen haben, wollten vier Helden eine Revolution beginnen, doch weil einer von ihnen entführt wurde, mussten sie den erst befreien und am Ende haben sie die Revolution begonnen. Obwohl wir nicht viel verstanden haben (oder eher gar nichts), konnte man an den Kostümen und an der Schminke der Charakteren vieles erraten.

So zeigt sich z.B., dass die Charaktere, die wenig Schminke haben, einen guten Menschen spielen und die, mit den typischen grell geschminkten Masken, spielen einen Helden. Auch weiß man, dass die schwarzen Kostüme den gewalttätigen Figuren zugeordnet sind und die gelben der kaiserlichen Familie.

 

Die Peking-Oper ist eine Art Volkstheater für die einfachen Leute, das sich bei Jung (!) und Alt großer Beliebtheit erfreut. Ihre zweihundertjährige Tradition entspringt in der Qing-Dynastie (1644 – 1911). Besonders interessant war, dass wir die Möglichkeit hatten, einen Blick hinter die Bühne zu werfen, wo wir z.B. den Akteuren beim Schminken zuschauen konnten. Dies dürfte Touristen in der Regel nicht so einfach möglich sein.

Man kann wirklich sagen, dass die Pekingoper etwas Einzigartiges und Unvergleichbares darstellt.

( Kyra Brühl, 9bG)

 












 
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