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Sie befinden sich hier: Start >Unsere Schule >Presse >Schuljahr 2007/08 >13.03.2008 Bluttat per Bluetooth >

08.03.2008 Gefahr durch Gewalt-Videos

 

Hadamar. Ein schwerer Militärstiefel steht auf dem Ohr des jungen Mannes und drückt seine kahl geschorenen Kopf auf den Boden. Am Rand des Bildes ist zu sehen, dass der Liegende einen Tarnanzug trägt. Dann kommt die Klinge eines großen Messers ins Bild. Langsam sägt sich der Stahl durch die Kehle des verzweifelt zuckenden Opfers. Alle blutigen Details des grausamen, qualvollen Todes sind genau zu erkennen.

 

Kein Fernsehsender in Deutschland dürfte dermaßen brutale Bilder ungestraft senden, keine Zeitung sie abdrucken. Und doch sind sie täglich zu sehen. Denn das Video, das angeblich eine Szene aus dem Tschetschenien-Krieg zeigt, ist ein „Hit“ auf deutschen Schülerhandys. Es gilt als eines der am weitesten verbreitete Gewaltfilm, auf den mitunter schon Grundschulkinder Zugriff haben.

 

Seitdem Handys zu Multimedia-Geräten mit Foto- und Videofunktion geworden sind und nahezu jeder Haushalt über einen Internetzugang verfügt, müssen Eltern, Schulen und Polizei mit einer Reihe neuartiger Probleme fertig werden. Diese Schattenseite der elektronischen Welt waren am Dienstag das Thema eines Vortrags von Andreas Arnemann, Jugendkoordinator des Landeskriminalamts, in der Fürst-Johann-Ludwig-Schule.

 

Die Kinder zum verantwortungsvollen Umgang mit Medien erziehen, das ist laut Arnemann die einzige gangbare Strategie. Der Versuch, Internet oder Handy zu verbieten, bringe nichts. „Wenn unsere Eltern uns früher etwas verboten haben, dann hat es uns doch auch in den Fingern gejuckt, genau das zu machen“, rief der Jugendkoordinator den rund 150 Zuhörern in Erinnerung. Und wenn Kinder Gewalt-Inhalte nicht auf dem eigenen Handy oder Computer anschauen könnten, dann kämen sie über Freunde daran. „Die Kinder sind Medienprofis“, sagte Arnemann. „Die wissen, wie sie das finden können, wenn sie es suchen.“

 

Doch es sind nicht nur Videos mit Enthauptungen, Steinigungen und bestialischen Vergewaltigungen, die als „virtuelle Mutprobe“ per Bluetooth-Datenübertragung zirkulieren. Arnemann berichtete vom Fall eines 15-Jährigen, der in einem Chat ein angebliches Mädchen kennengelernt hatte, das den Jungen schließlich dazu brachte, Nacktbilder von sich selbst zu schicken. Am nächsten Tag war der Klassenraum mit diesen Bildern gepflastert. Dem Jugendlichen versetzte das einen schweren seelischen Schlag. Er befindet sich heute in psychologischer Betreuung.

 

Dazu kommen gewalttätige Computerspiele, die das Unterbewusstsein für das Schießen oder Zuschlagen trainieren. „Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass solche Computerspiele zur Verrohung führen“, berichtete Andreas Arnemann. Internet-Netzwerkspiele, das populärste davon „World of Warcraft“, fallen zwar nicht durch ihre Gewaltdarstellung auf, sondern durch die Suchtgefahr, die von ihnen ausgeht. Mädchen sind für solche Gefahren in der Regel weniger anfällig. Laut Andreas Arnemann sind sie eher durch Chats bedroht, in denen Kinderschänder Beute suchen. „Wer seiner Tochter nach acht Stunden im Chat nicht klar sagt, dass Schluss ist, der muss damit rechnen, dass sie irgendwann aus der Tür geht und nicht mehr lebend wiederkommt“, warnte der Fachmann vom LKA.

 

Arnemanns Meinung nach müssen Kinder frühzeitig an den richtigen Umgang mit Medien herangeführt werden. „Mit 14 muss das geschehen sein.“ Eltern dürften sich nicht scheuen, Grenzen festzusetzen und dabei auch einmal einen Streit mit den Kindern zu riskieren. Selbstverständlich müssten Eltern die Handys ihrer Kinder kontrollieren. „Vor allem aber muss man mit Kindern ins Gespräch über den Umgang mit Medien kommen. Nicht nur einmal, sondern auf Dauer“, betonte Andreas Arnemann. (vt)




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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