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21.11.2007 Was mögen Lateinamerikaner an Deutschland? Schnitzel und Kultur

 

Limburg-Weilburg. Sie heißen Roberto, Matheos, Danny Vanessa und Ricardo. Zumindest die männlichen Vornamen lassen vermuten, dass die jungen Leute im Alter zwischen 17 und 18 Jahren aus einem Land kommen, in dem spanisch gesprochen wird. Das ist, bis auf eine Ausnahme, richtig. Matheos kommt aus der brasilianischen Millionenmetropole Belo Horizonte. Dort ist Portugiesisch die Landessprache. Roberto lebt in Ecuadors Hauptstadt Quito, der nach Boliviens Regierungshauptstadt La Paz höchst gelegenen Hauptstadt der Welt (etwa 3000 Meter), Danny Vanessa ist Columbianerin und in Medellin der „Capital de los Flores“, der Hauptstadt der Blumen, geboren. Und Ricardo ist Venezolaner, stammt aus Maracaibo, der zweitgrößten Stadt der Karibik, hinter Caracas und noch vor Havanna.

 

Die vier Oberschüler verbringen ein Jahr in Deutschland und sind bei Gastfamilien in Limburg, Runkel und Weilmünster untergebracht. Matheos und Danny Vanessa besuchen in dieser Zeit die Limburger Tilemannschule, Roberto ist Schüler des Philippinums in Weilburg, und Matheos geht in das Fürst-Johann-Ludwig-Gymnasium in Hadamar. Wegen nicht ausreichender Deutschkenntnisse besuchen alle eine Klasse tiefer als in ihrer Heimat.

 

Die Schüler aus Lateinamerika sind auf Grund der Vermittlung der Schüleraustauschorganisation EF Foundation mit Sitz in den USA Gast in der Bundesrepublik. Matheos wird nach einem Jahr Aufenthalt in Deutschland bereits am 2. Dezember wieder in seine Heimat zurück kehren. Die anderen drei Jugendlichen sind erst seit drei Monaten im Landkreis Limburg-Weilburg.

 

Sie wollen die deutsche Sprache und die Kultur des Landes kennen lernen. In der Heimat haben sie sich nach einem Interview bei der Organisation für einen Gastaufenthalt beworben, mussten sich einem Gesundheitscheck unterziehen und einer imaginären Gastfamilie einen Brief schreiben. Danach wurden sie für „geeignet“ erklärt, Gast in Deutschland zu sein. Rund 6000 Dollar waren für Flug und Visakosten zu entrichten, und dann ging es auf in ein für sie fremdes Land. Alle vier Jugendlichen hatten Grundkenntnisse der deutschen Sprache.

 

Kennt man Deutschland in ihrer Heimat überhaupt ? Diese Frage versetzt sie in Erstaunen: Natürlich kennen Jugendliche und Erwachsene mit einem mittleren Bildungsgrad Deutschland. Die vier Lateinamerikaner sind sehr stark an Deutschland und ihren Menschen interessiert. Sie lieben die Schlösser und Städte des Landes, die sie bis auf Matheos bisher meist nur aus Filmen und Büchern kennen, und sie möchten deutsch lernen. „Doch manchmal ist es zum verzweifeln“, gesteht Roberto. Doch die EF Foundation hat registriert, dass südamerikanische Schüler mehr Deutschkenntnisse aus ihrer Heimat mitbringen als etwa Australier oder Chinesen.

 

Was gefällt und was missfällt ihnen nach ihren ersten Eindrücken an Deutschland? Die Kultur begeistert sie alle. Auch am Essen haben sie nichts auszusetzen. „Das Essen ist zunächst einmal ein bisschen fremd, aber die Schnitzel sind so lecker“, sagt Danny und erntet von ihren männlichen Kollegen ein heftiges Kopfnicken.

 

Die Art einiger Deutscher trifft bei den Südamerikanern allerdings nicht immer auf ihr Wohlwollen. „Hier sind die Leute nicht so gefühlsbetont wie bei uns, sie strahlen manchmal eine regelrechte Kälte aus“, sagt Matheos. In ihrer Freizeit treffen sie sich meist mit ihren neu gewonnenen deutschen Freunden, gehen auf Partys und treiben Sport. Ricardo spielt, wenn es möglich ist, sehr oft Akkordeon.

 

Etwas Besonderes gibt es auch noch von zwei der Jugendlichen zu vermelden: Dannys Vater ist in Kolumbien ein bekannter Fußballprofi, der noch aktiv ist, und Ricardos Vater ist Abgeordneter im venezolanischen Parlament und einer der Gegenspieler des vor allem in den USA ungeliebten Staatspräsidenten Hugo Chavez.

 

Und wie ist es mit dem Heimweh?. „Ach“, sagt Matheos, „das hält sich durch die neuen Kommunikationsformen in Grenzen. Aber ich muss gestehen, je näher der Abflugtermin am 2. Dezember kommt, je größer wird das Heimweh.“ Matheos sagt es in fast perfektem deutsch. Die anderen haben jetzt Weihnachten vor sich, „da wird es vielleicht heftiger“, meinen sie.

 

Annette Heun aus Runkel-Hofen ist eine der Gastmütter und kümmert sich in diesen Wochen und Monaten um Ricardo. Schon Anfang des Jahres war sie Gastmutter einer dänischen Jugendlichen. „Mir macht das Miteinander mit den Jugendlichen sehr viel Spaß“, sagt sie. Und sie könne ganz nebenbei auch etwas für ihre Sprachkenntnisse tun.

 

Alexandra Dababi von EF Foundation würde sich unterdessen freuen, wenn auch in Zukunft im Nassauer Land Familien bereit wären, ausländischen Jugendlichen, ihr Herz und Haus zu öffnen. Im Moment warten hauptsächlich Schüler aus Südamerika, Australien und Neuseeland auf Gastfamilien. Sie sind alle Gymnasiasten und Realschüler und werden bis auf ihre täglichen Bedürfnisse von ihren Eltern finanziell unterstützt.




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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