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19.02.07 Toiletten

 

Limburg-Weilburg. Toiletten scheinen eine erstaunliche Anziehungskraft auf Schüler auszuüben. Das hat weniger mit menschlichen Bedürfnissen zu tun. Eher damit, dass auf dem Schulklo mit wenig Aufwand eine maximale Sauerei veranstaltet werden kann: Da dient Klopapier als Luftschlangenersatz, Toiletten werden damit verstopft und zum Überlaufen gebracht, oder der Vandalismus führt zu abgerissenen Handtuchhaltern.

 

Von dieser seltsamen Art der Schülerstreiche kann Ekkehard Kiep ein trauriges Lied singen. Kiep war von 1992 bis 2005 Leiter der Taunusschule in Bad Camberg. Und mit dem Toilettenproblem musste sich Kiep zusammen mit dem Schulelternbeirat in dieser Zeit immer wieder beschäftigen. Irgendwann hatte ein Schüler zum x-ten Mal die Toiletten mit Klopapierrollen verstopft, und da verfügte Kiep: Klopapier gibt es fortan nur noch im Geschäftszimmer.

 

„Der Schulelternbeirat war über diese Maßnahme natürlich nicht begeistert“, sagt Kiep, „aber irgend etwas mussten wir ja tun.“ Diese erzieherische Maßnahme musste mehrmals wiederholt werden und hatte schließlich auch Erfolg, sagt Kiep. „Verstopfte Toiletten sind im Laufe der Zeit weniger geworden. Die Schüler haben gemerkt, dass die mit uns nicht spielen können.“

 

Kieps Nachfolger, Hans Joachim Haßler, beschreitet an der Taunusschule, einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, einen anderen Weg.Zunächst ließ er ausschließlich in den Toilettenvorräumen große Klopapierrollen anbringen, was aus seiner Sicht schon zur Entschärfung des Problems beigetragen hat.

 

In Absprache mit dem Schulelternbeirat wird es vom 26. Februar an zudem ein Novum geben: Vier „resolute“ Damen, wie Haßler es formuliert, werden an jedem Schultag zwischen 9 und 11.30 Uhr für Ordnung auf den Schultoiletten in Bad Camberg sorgen – neben dem regulären Putzdienst, der im Auftrag der Kreisverwaltung weiterhin für tägliche Sauberkeit sorgen soll. Das kündigte Haßler auf Anfrage der NNP an.

 

Die Schule in Bad Camberg will die zusätzlichen Toilettenkräfte mit Hilfe der Eltern finanzieren: sechs Euro pro Familie pro Schulhalbjahr als freiwilliger Beitrag für mehr Sauberkeit und Ordnung auf dem Schulklo. Die Schule hat die Eltern über diese Maßnahme bereits schriftlich informiert. Haßler möchte im Sommer Bilanz ziehen und schauen, ob genügend Eltern bereit waren, dafür einen Beitrag zu leisten, denn die Toilettenkräfte werden für ihre Arbeit mit fünf Euro pro Stunde entlohnt.

 

Die Schulkinder werden gebeten, den gewünschten Spendenbetrag in einem verschlossenen Umschlag bis zum 2. März mitzubringen. „Dieser geht dann ungeöffnet ins Sekretariat“, heißt es in dem Schreiben der Schule. „Natürlich sind wir auch dankbar für größere Spendenbeträge, für die die Schule auf Wunsch eine Spendenquittung zur Vorlage beim Finanzamt ausstellen wird.“ Als Gegenleistung für das Engagement der Eltern habe der Kreis als Schulträger „eine bessere Ausstattung der Toilettenräumlichkeiten zugesagt, unter anderem auch mit Seifenspendern“.

 

Aber nicht nur in Bad Camberg gibt es ein Toilettenproblem an der Schule. Ähnliche Erfahrungen musste auch die Tilemannschule in Limburg machen. In der Januar-Ausgabe des „Tile-Magazins“ ist offen davon die Rede, dass sich die Toiletten in einem „schlechten Zustand“ befinden. Schulleitung und Schulelternbeirat diskutierten über Lösungen. Die für Schüler und Eltern kostenpflichtigen Varianten – entweder zehn Cent pro Toilettengang oder ein halbjährlicher Elternbeitrag von drei Euro pro Kind – wurden verworfen. Statt dessen sollen schon von nächster Woche an zwei Ein-Euro-Kräfte für mehr Ordnung auf dem Schulklo sorgen. Die Vorstellungsgespräche sind geführt, gestern erklärte die Leiterin der Tilemannschule, Regine Eiser-Müller, auf Anfrage der NNP, ein Mann und eine Frau würden am Dienstag mit ihrer Arbeit anfangen: Sie würden zum Beispiel Seifenspender auffüllen, die Toilettenräume kontrollieren und Schüler ansprechen, die sich dort nicht vernünftig benommen hätten; das Saubermachen der Toiletten gehöre allerdings nicht zu ihren Aufgaben, dies erledigten wie bisher die vom Kreis engagierten Reinigungskräfte.

 

Erfahrungen mit Ein-Euro-Kräften hat bereits die Fürst-Johann-Ludwig-Schule in Hadamar gemacht. Und die waren zufriedenstellend, wie der stellvertretende Schulleiter Rudi Holzhäuser sagt. Leider sei die Ein-Euro-Kraft nur wenige Monate an der Schule als Toilettenaufsicht gewesen, aber man habe bereits eine neue Ein-Euro-Kraft in Aussicht gestellt bekommen.

 

„Wir kämpfen schon seit vielen Jahren für bessere Toiletten an unserer Schule“, sagt Holzhäuser. Mit Erfolg: Durch die geplante Sanierung der Schule, für die insgesamt zehn Millionen Euro veranschlagt seien, würden auch alle Toiletten „auf Vordermann“ gebracht. Und das ist aus Holzhäusers Sicht auch dringend erforderlich: Wenn es um deutsche Schultoiletten gehe, „bewegen wir uns auf dem Nivau von Entwicklungsländern“. Ein vernichtendes Urteil. Aber Holzhäuser weiß, wovon er spricht: Er hat vier Jahre in China gelebt.




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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