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16.01.07 Rauchen: „Eklig und rücksichtslos“

 

Hadamar. „Würden wir es bei irgendeinem Produkt des Alltagslebens, bei Farben, Lacken, Elektrogeräten oder Arzneien, hinnehmen, dass bei sachgemäßem Gebrauch über 2000 unbeteiligte Menschen in Deutschland jedes Jahr sterben?“ Peter Laux, Schulleiter der Hadamarer Fürst-Johann-Ludwig-Schule, beantwortete diese Frage bei der offiziellen Eröffnung des 6. hessenweiten Nichtraucher-Klassenwettbewerbs in der vollbesetzten Schulaula selbst. „Natürlich würden wir das bei keinem Produkt akzeptieren.“

 

Und seine Folgerung und sein Rat an die Schülerinnen und Schüler: „Deshalb sollten wir es bei Zigaretten auch nicht tun.“ Zu ihrem Vorsatz, 22 Wochen nicht zu rauchen, wünschte er allen Teilnehmern Durchhaltevermögen und zum Schluss die positive Erfahrung, ihren Entschluss in die Tat umgesetzt zu haben.

 

Hubert Hecker, Landesbeauftragter für den Wettbewerb „Rauchfreie Klasse“ stellte die sich geänderten Bedingungen vor, zu dem die Klassen ab der fünften Jahrgangsstufe (Hauptschule) beziehungsweise die Schüler der sechsten bis achten Klassen eingeladen wurden. Denn das Einstiegsalter für Raucherkarrieren liegt zwischen elf und 14 Jahren. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler verpflichten sich persönlich und als Klasse in einem Vertrag, dass sie sich fünf Monate vom Glimmstängel fernhalten.

 

Wöchentliche Kontrollen

 

Die Einhaltung des Versprechens wird wöchentlich auf einem Kontrollbogen festgehalten und gegebenenfalls mit einem Atemluft-Inhalator überprüft. Mehr als 550 Schulklassen in Hessen haben sich bereits angemeldet. Bei der Endauslosung, die am 22. Juni in der Fürst-Johann-Ludwig-Schule stattfindet, erhalten die „reinen“ Nichtraucherklassen – bei denen kein Schüler rückfällig geworden ist – auf alle Fälle je zehn bis 15 Euro für die Klassenkassen. Darüber hinaus werden unter ihnen die ersten Preise (100 und zwei Mal 50 Euro) ausgelost. Auch die „Wenigraucherklassen“ bekommen von den Preisen etwas ab.

 

„Das schulische Rauchverbot, das seit zwei Jahren in Hessen gilt, sollte Signal dafür sein, dass auch andere Einrichtungen rauchfrei werden, so zum Beispiel Jugendzentren, Krankenhäuser und unbedingt auch Gaststätten und Restaurants, so wie es in Irland, Norwegen, Italien, Spanien, Schottland und vielen weiteren Ländern schon lange der Fall ist.“ Hecker sprach damit die vor einigen Tagen in der Schule angeleierte Unterschriftenaktion an, bei der es um die Durchsetzung aktiven Schutzes von Nichtrauchern geht. Die Sammlung aller Unterschriften – es sind schon 670 eingeholt – wird Bundeskanzlerin Angela Merkel überbracht werden, damit diese sich endlich länderübergreifend um ein generelles Rauchverbot kümmert. Die Petition bezieht sich auf das Aktionsplakat dieses Jahres mit der Aufschrift „Rauchen tötet. Pasivrauch – tötet auch“ und hat folgenden Wortlaut: „3500 Nichtraucher sterben in Deutschland jährlich an den Folgen des Passivrauchens, das sind zehn unschuldige Menschen pro Tag. Wir fordern ein Rauchverbot für alle geschlossenen Räume mit Publikumsverkehr.“

 

Hecker rief alle teilnehmenden Klassen dazu auf, fleißig Unterschriften zu sammeln, damit zum Abschluss des Wettbewerbs mehrere tausend Unterschriften auf den Weg nach Berlin gebracht werden könnten.

 

Gesundheit und Schule

 

Der Fachberater für Suchtprävention beim Hessischen Kultusministerium, Johannes Lischke, stellte den Leitgedanken des Wettbewerbs „Wer Lernen und Leistung fordert, muss Gesundheit fordern“ ins Zentrum seiner Ausführungen. Bildungsqualität und Gesundheitsqualität bedingten sich gegenseitig; Lernen, Leisten und Gesundheit stünden in enger Beziehung zueinander. Deshalb sei das Programm „Gesundheit und Schule“ in 2002 in Hessen aufgelegt worden, an dem alle Beteiligten fleißig arbeiteten. Die Tabakprävention in der Schule habe in Hessen ebenfalls Tradition, laufe seit 2003. Doch Ge- und Verbote brächten letztlich wenig, wenn da nicht die höchstpersönliche Entschließung des Schülers, der Schülerin, hinzukomme, dem Glimmstängel abzuschwören. „Wenn allein Informationen den Ausschlag gäben, wären wir längst weiter.“

 

Als wichtige Erfahrung bezeichnete es Lischke, dass sich Schulen selbst ein Konzept geben, denn in der Gemeinschaft vieler sei es sehr viel leichter, Verzicht zu üben. Lischke dankte abschließend den Schülerinnen und Schülern für deren Teilnahme am Wettbewerb, aber auch den engagierten Lehrkräften, denen schon viele „rauchfreie Klassen“ zu danken seien. Die Schulband „Teacher’s Despair“ hatte mit zwei fetzigen Stücken die Wettbewerbseröffnung mitgestaltet. (wu)




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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