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20.12.06 Einmal um die ganz Welt

 

Von Birgit Weidner

 

Hadamar. Einmal um die ganz Welt – ein Traum vieler. Sibille Burkhardt aus Hadamar hat sich ihn erfüllt. Ohne Reisebüro, ohne Planung, allein. Heute blickt die 45-Jährige auf eine eineinhalbjährige Weltreise als Mitseglerin auf fremden Schiffen zurück. Jetzt erschien im Bielefelder Delius Klasing Verlag ihr Buch „Suche Schiff . . . gal wohin“.

 

Zum Segeln ist die nun in Koblenz lebende Diplom-Pädagogin, die an der Fürst-Johann-Ludwig-Schule das Abitur machte, in Koblenz studierte und sechs Jahre in der Limburger Jugend- und Drogenberatung tätig war, durch Freunde gekommen. Diese schleppten sie mit auf das niederländische Ijsselmeer, und schon glühte das Segelfieber. Völlig ergriffen sei sie gewesen, erzählt Sibille Burkhardt. So ergriffen, dass sie für zwei Jahre in Holland als Matrose anheuerte, das Segelkapitänspatent machte, weitere zwei Jahre mit schwer erziehbaren Jugendlichen auf einem Schiff im Mittelmeer arbeitete und erst nach weiteren Stationen wieder in Koblenz landete – in einer befristeten Stelle. Der Arbeitsvertrag lief aus, sie hatte gerade etwas Geld und dachte, vor einer neuen Stelle lieber noch mal reisen und sich Träume erfüllen.

 

In der ersten Etappe ging es von Spanien bis zu den Kapverdischen Inseln vor der Westküste Afrikas. Übers Internet suchte sie derweil die nächste Mitsegelmöglichkeit und stieß so auf Werner, der von den Kapverden in die Karibik wollte. Es gebe viele, so Burkhardt, die es sich leisten könnten, aus Spaß um die Welt zu segeln. So einer war Werner. Mit ihm schipperte sie 2000 Kilometer über den Atlantik in die Karibik. Auf St. Lucia stieg sie aus („mit dem Skipper konnte ich nicht so gut“), nahm sich ein Zimmer und war zunächst planlos. Heim? Weiter? Wenn ja, mit welchem Boot? Mal probieren, dachte sie sich dann, was passiere, würde sie einen Zettel „Suche Schiff…egal wohin!“ ans schwarze Brett hängen. Die Angebote hagelten.

 

Immer wieder würden Mitsegler gesucht, erläutert die Frau aus Hadamar, vor allem zwecks Arbeitsteilung. Dann müsse man nachts nur einmal statt vielleicht dreimal aufstehen. Besonders in der Crew-Börse im Internet seien Leute mit Segelkenntnissen sehr gefragt. Über den Aushang lernte sie also den nächsten Segler kennen, den freundlichen Amerikaner Kapitän Henry. Sie durfte sechs Monate umsonst mitsegeln, musste dafür aber an Bord kochen. Es gebe Strecken, so Burkhardt, da sei man wochenlang auf See. „Die Zeit ist da egal. Das ist ein wirklich tolles Gefühl“, sagt sie. Ist das nicht langweilig? Nein, man sei ja genug beschäftigt mit Wache schieben, Segeln, Instrumente kontrollieren, Position bestimmen, Segel hoch und runter, kochen, nach anderen Schiffen Ausschau halten. Man schlafe auch mehr.

 

Durch die Karibik ging es an der Küste von Südamerika entlang, dann durch den Panamakanal. Der sei sehr spannend, für Segler ein großes Ding, schwärmt Sibille Burkhardt. Zwischendurch flog sie für zwei Monate nach Hause, stieß danach in Tahiti zu Henry, war diesmal drei Monate exotisch unterwegs: in Französisch-Polynesien, einer große Inselgruppe mit Tahiti und Bora-Bora und anschließend im Königreich Tonga. Einen traumhaften Monat zog sie von Insel zu Insel, darunter auch unbewohnte. Nach Fidschi kam Neuseeland. Denn spätestens im Oktober müsse man aus der Südsee raus, wegen der Hurrikans. So guckte sie sich zwei Monate lang Neuseeland an, danach einen Monat lang Australien.

 

Dann eine glückliche Fügung, wie sie sagt. Etwa vier Tage vor dem gebuchten Heimflug erreichte sie eine E-Mail von David, den sie von den Tonga-Inseln her kannte. „Hey, wir brauchen jemanden, liegen in Bali, wollen ins Mittelmeer.“ Heimflug abgesagt, daheim Bescheid gegeben („dauert noch ein bisschen, so ungefähr vier Monate“), und auf nach Bali.

 

David war einer, der mit seiner ganzen Familie um die Welt segelte. Nur: seine Familie mochte nicht gerne segeln. Lange Strecken legte sie daher im Flieger zurück, während David mit der Crew hinterher schipperte. Kapitän zu sein wäre für eine Frau sehr anstrengend, sei hartes Business, berichtet sie. Das sei nicht nur Urlaub, besonders bei Stürmen oder wenn etwas am Schiff kaputt ginge.

 

Die Pädagogin stellte eine Bewusstseinsveränderung fest: Der „Urlaub“ wurde allmählich zum normalen Alltag mit Essen besorgen müssen, Klo reparieren, schlechter Laune. Manchmal dachte sie auch, „Was mache ich eigentlich hier? Freundschaften gehen kaputt, der Arbeitsplatz ist weg oder gefährdet, die Rente geht flöten.“ Wie dem auch sei, nach zwei Wochen Singapur ging es über Thailand, Sri Lanka und die Malediven ins Rote Meer. Danach durch den Suez-Kanal bei Ägypten ins östliche Mittelmeer nach Malta. Zu Hause ist momentan ein ganz normales Leben als Sachbearbeiterin im erlernten Beruf angesagt. Die Versuchung, wieder die Koffer zu packen, bliebe, gibt Sibille Burkhardt zu. Über den Atlantik, mit einem eigenen Boot, um noch mehr von der Welt zu sehen – das wäre schon toll.

 




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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