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28.11.2006 Im Ruhestand der Kunst verschrieben

 

Hadamar-Niederhadamar. Ein Haus voller Bilder, Bücher und Fotografien, davor ein großer Garten erwartet die Gratulanten, die Pfarrer Dietmar Ennulat am heutigen Montag die Glückwünsche zu seinem 40-jährigen Ordinationsjubiläum überbringen werden. Dabei taucht ein Motiv in immer neuen und überraschenden Varianten auf, das Kreuz. Über Langeweile im Ruhestand jedenfalls klagen weder der Pfarrer noch seine Frau Karen.

 

Dietmar Ennulat kam kurz nach dem Ende des 2. Weltkriegs mit seiner Mutter und seinem Bruder nach langer beschwerlicher Flucht aus Ostpreußen im April 1945 in Schleswig-Holstein an. Der damals Siebenjährige bezeichnet es als ein Wunder, dass sein Vater kurze Zeit später aus Kriegsgefangenschaft heimkehrte und die vereinte Familie über Bad Soden am Taunus nach Hadamar kam und hier eine neue Heimat fand. Nach dem Abitur 1958 am Fürst-Johann-Ludwig-Gymnasium studierte Ennulat in Marburg, Basel und Mainz evangelische Theologie. Nach seinem Examen ging er als Pfarrer in die Gemeinde Lindheim in Oberhessen. Davor heiratete er seine Frau Karen, mit der er zwei Töchter hat.

 

Als Dietmar Ennulat 1973 nach Friedberg wechselte, ahnte er noch nicht, dass 14 aufregende Jahre auf ihn zukamen. Neben seiner Arbeit als Gemeindepfarrer übernahm er die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde. Seine Frau unterstützte ihn nach Kräften. Ihren Beruf als Kindergärtnerin und Leiterin des Kinderhortes in Bad Homburg gab sie auf.

 

Beider Hobby ist die Kunst. So ist es nicht verwunderlich, dass sie gemeinsam die „Friedberger Filmtage“ gründeten, die weltweit einzigen Tage des internationalen religiösen Films.

 

Aufgrund der Initiative der Ennulats konnte auch Teile der Friedberger Altstadt vor dem Abriss bewahrt werden. Herausragende Beispiele sind das alte Augustinerkloster, in dem jetzt die Stadtbibliothek untergebracht ist und das ehemalige Pfarrhaus an der Stadtkirche.

 

Während das Hobby Malerei bei Dietmar Ennulat während der Friedberger Jahre noch eher im Verborgenen blühte, trat seine Frau Karen mit ersten Ausstellungen in die Öffentlichkeit. Für besonderes Aufsehen sorgten dabei ihre „farbigen Särge“. Aber auch die „Fröhlichen Kreuze“, zuerst in Bad Nauheim ausgestellt, hinterließen Spuren. Die Menschen, so Karen Ennulat, wünschen sich „Fröhliche Weihnachten“ oder „Fröhliche Ostern“, wo aber ist diese Fröhlichkeit zu sehen. Deshalb sind die Formen und Farben, die sie auf Kreuze gebracht hat für die Pfarrersfrau Ausdruck ihres christlichen Glaubens, Ausdruck der Bestimmung und Hoffnung des Lebens. Wie mit so Vielem vorher setzt Dietmar Ennulat mit seinem Abschied aus dem Friedberger Pfarramt ein Zeichen. Um seinen Beitrag gegen die Arbeitslosigkeit unter fertig ausgebildeten Theologen zu leisten, tritt er Ende Juni 1997 in den vorzeitigen Ruhestand.

 

Ganz lässt ihn die Kirche jedoch nicht in Ruhe. Als ihn die Anfrage erreicht, als Pfarrer auf die Ferieninsel Mallorca zu gehen, sagt er spontan zu und geht von November 1997 bis Ende Juni 1998 in die dortige Gemeinde.

 

Festgehalten sind die mallorcinischen Erlebnisse in einem kleinen Gedichtbändchen und auf vielen Fotos. Gedichte, die Malerei und viele Zeichnungen zu Tagesereignissen prägen den Tagesablauf des (Un-)Ruheständlers und seiner Frau. Jedes Spiel der Fußballweltmeisterschaft im Sommer in Deutschland hat Ennulat in Gedichten kommentiert. Jüngste Produkte seines Schaffens sind Klappkreuze, zu bewundern an der Wand des Wohnzimmers. Viele Ideen hat das Ehepaar noch, Friedhöfe sind ein Thema, sie fotografiert, er textet Botschaften dazu. Hadamar, der Ort der seiner Jugend, ist für Dietmar und Karen Ennulat Refugium und kreative Umgebung für beider künstlerisches Schaffen geworden. (hv)

 




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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