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03.11.2006 Schüler drehen Integrationsfilm

 

Hadamar. „Warum nennt ihr mich immer Schlampe?“ fragt das Mädchen aus der Ukraine traurig den deutschen Jungen. Tränchen kullern. „Weiß auch nicht“, sagt er betroffen. Sie schluchzt, schüttet ihm auf russisch ihr Herz aus, sagt, „verstehst du was ich meine?“ „Ich glaub schon“, meint er verständnisvoll. An dieser Stelle des Films mussten die Umstehenden trotz ernster Thematik doch etwas schmunzeln.

 

Die Umstehenden – das waren elf ausgewählte Jugendliche der Klasse 9cR der Hadamarer Fürst-Johann-Ludwig-Schule, die ein in Kooperation von Landreis und der Stadt Hadamar (Jugendpflege) entwickeltes, einwöchiges Filmprojekt zum Thema „Integration und Vorurteile gegenüber Aussiedlern und Ausländern“ verwirklichten und sich gerade ein Teil des Ergebnisses anschauten. Dazu zählten der Detmolder Medienpädagoge, Regisseur und Bundesfilmpreisträger Wilfried Brüning, Erster Kreisbeigeordneter und Jugenddezernent Manfred Michel, Bürgermeister Hans Beresko, Hadamars Jugendpfleger Paul Stegemann, Landkreis-Jugendschutzbeauftragter Martin Kaiser, Hadamars Projektbeauftragte Michaela Bremser und Jugendpflegepraktikantin Milena Simoni.

 

Auch dieser Film wird, wie schon der vor drei Jahren mit Brüning realisierte Film zur Gewalt unter Jugendlichen, nach Fertigstellung pädagogisch aufgearbeitet und an alle weiterführenden Schulen im Landkreis Limburg-Weilburg verteilt. Viel verlangt wurde von den einheimischen Jugendlichen und denen mit Migrationshintergrund, die für das Projekt von der Schule freigestellt wurden, deswegen aber noch lange keine „Faulenzia“ hatten. Im Gegenteil. Von früh bis spät am Nachmittag dauerte das Filmschaffen mit Schreiben des Drehbuchs, Verteilen der Filmrollen, das Ganze unter der Regie von Brüning filmisch umsetzten, schneiden und Fertigstellen, die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema und Überdenken eigener Vorurteile, Verbindlichkeit, Einsatz (Drehtage dauern in der Regel acht bis zehn Stunden) und Disziplin (häufiges Drehen einzelner Szenen kann sehr stressig werden), wobei so ganz nebenbei ein anderes Vorurteil, nämlich Filmen sei einfach, aus dem Weg geräumt wurde, wie eine Schülerin bemerkte. Andererseits fördere dieses Seminar das „Wir-Gefühl“ und trage zum Abbau von Ängsten und Unsicherheiten bei.

 

Dies bestätigte ein teilnehmender Junge. Er habe durch die Dreharbeiten (schreiend und sichtbar angetrunken durch Hadamar zu laufen, wie das Drehbuch von ihm verlangte, ist ja auch nicht jedermanns Sache) mehr Selbstvertrauen bekommen. Die jungen Leute waren durchweg begeistert von der Sache: „Hat viel Spaß gemacht“, „würde ich immer wieder tun“, „war gut, dabei zu sein“, sind nur einige der positiven Äußerungen. Die Filmidee sei sehr spannend, meinte der Regisseur, weil sie dabei seien, herauszufinden, warum sich eigentlich Betroffene – in diesem Falle die junge Aussiedlerin – in einer Art kleideten, so dass sie schnell als „Schlampe“ kategorisiert würden. Dabei müssten alle das eigene Verhalten überdenken. Dies sei ein ganz wichtiges Projekt, sagte Manfred Michel, professionell gemacht und vom Allerfeinsten. Die Problematik der Aussiedlerjugend (sind nur hier, weil deren Eltern es wollten, kein Freundeskreis, Sprachbarrieren) müsse nicht mittelfristig, sondern kurzfristig gelöst werden. Aber, mutmaßt Michel, dieses Thema habe sich wahrscheinlich in einigen Generationen erledigt.

 

In Hadamar habe die Jugendarbeit einen hohen Stellenwert, erklärte Beresko seine Unterstützung. Das Geld müsse dafür da sein und sei gut angelegt. (bwe)

 




Quelle:  www.nnp.de (o.g. Datum)


 
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